Erstellt am 04. Februar 2016, 12:01

von APA Red

Flüchtlingszahlen an Grenzen stark gesunken. Die Zahl der täglich über die Kärntner Grenze einreisenden Flüchtlinge ist in den vergangenen Tagen stark zurückgegangen.

 |  NOEN, APA (Archiv)

Mit dem 1. Februar ist eine abrupte Veränderung eingetreten, von an die 2.000 Personen pro Tag auf einige 100, wie die Kärntner Polizei auf APA-Anfrage erklärte. Auch in Spielfeld wurden laut Polizei nur knapp 30 Menschen zur Einreisekontrolle erwartet.

Am 29. Jänner kamen noch 2.466 Schutzsuchende per Bus und Bahn nach Kärnten, in den beiden Tagen darauf waren es 1.776 bzw. 1.981. Am 1. Februar wurden nur noch 636 Neuankömmlinge registriert, danach gingen die Zahlen noch einmal zurück. Am 2. Februar kamen 389, am 3. nur mehr 361. Man wisse nicht wirklich, woran es liege, dass plötzlich so viel weniger Menschen kämen, hieß es seitens der Polizei.

Eigentlich hätte im Laufe der Woche in Spielfeld das Grenzmanagementsystem für Flüchtlinge von 500 auf 1.000 ankommende Migranten hochgefahren werden sollen. Doch dazu dürfte es wohl nicht kommen, denn am Donnerstag wurden an der südsteirisch-slowenischen Grenze nur knapp 30 Menschen zur Einreisekontrolle erwartet, sagte Polizeisprecher Fritz Grundnig auf APA-Anfrage.

Unklar war am Donnerstag auch noch, ob am Freitag mehr Flüchtlinge kommen. Am Mittwoch wurden in Spielfeld etwa 390 ankommende Menschen gezählt, am Dienstag waren es gar nur 15.

Indessen gehen die Arbeiten an der sogenannten Kernzone weiter: Böden werden noch asphaltiert, ein Schiebetor und Drehkreuze direkt am Grenzübertritt sollen auch noch installiert werden. Lieferschwierigkeiten gibt es laut Grundnig offenbar bei Containern. Daher wird die mobile Polizeiinspektion vorerst mit weniger Containern nur provisorisch in Betrieb gehen.

Die Beamten sollen sich darin jedenfalls umziehen und ausrüsten können. Der Ablauf bei den Kontrollen sei davon nicht betroffen. Weil derzeit so wenige Flüchtlinge ankommen, wurde das Personal in Spielfeld zurückgefahren, doch die Beamten bleiben in Bereitschaft, erklärte der Polizeisprecher. Innerhalb von Stunden könne sich die Lage ändern.