Erstellt am 20. September 2015, 11:49

von APA/Red

Föhnsturm offenbar Ursache von Flugzeugabsturz. Föhnsturm und heftige Turbulenzen dürften Ursache für den Absturz eines Leichtflugzeuges am Donnerstag im Pongau gewesen sein.

 |  NOEN, APA (LPD SALZBURG)

Der 76-jährige Pilot aus Niederösterreich soll mehrfach an verschiedenen Stellen versucht haben, die Bergkette zwischen Obertauern und Flachauwinkl zu überqueren. Er und sein 79-jähriger Geschäftspartner aus England kamen bei dem Crash ums Leben, berichtete die Polizei.

Genauere Ermittlungen zur Unglücksursache werden mittels Sachverständigen noch eruiert. Laut Presseaussendung am Sonntag dürften die beiden Männer Geschäftspartner und im gemeinsamen Besitz des Leichtflugzeuges gewesen sein. Sie starteten in Breclav (Lundenburg) an der tschechisch-österreichischen Grenze, um für Wartungsarbeiten nach Spanien zu fliegen. Nach dem Wrack war drei Tage lang gesucht worden. Im Bereich über dem auf rund 1.100 Meter Seehöhe gelegenen steirischen Bodensees im Gemeindegebiet von Aich verlor man am Donnerstagvormittag kurz vor 11.00 Uhr den Radarkontakt zur Maschine.

Hilfskräfte setzten die Suche fort

Am Freitag setzten die Hilfskräfte im Bereich der Schladminger Tauern die Suche fort. Das Bundesheer startete einen Suchflug mit einer Alouette III vom Fliegerhorst in Aigen im Ennstal, was allerdings kein Ergebnis erbrachte. Alpinpolizei und Bergrettung begannen ebenfalls am Donnerstag mit der Suche, die dann am Freitag fortgesetzt wurde.

Die Polizei arbeitete bei der Suche nach dem vermissten Fluggerät eng mit der Austro Control zusammen. Nach einer neuerfolgten Berechnung von Koordinaten bezüglich eines möglichen Absturzortes wurde die Suche nach Salzburg ausgedehnt. Der Polizeihubschrauber startete eine erste Suchaktion im Bereich des Grießenkarecks. Diese musste am Freitag wegen schlechten Wetters abgebrochen werden.

Wrack auf einer Seehöhe von rund 1.500 Metern gefunden

Am Samstag wurde das Wrack gegen 9.30 Uhr bei einem neuerlichen Suchflug gefunden. Es lag im sogenannten Saukargraben, unterhalb des Grießenkarecks, auf eine Seehöhe von rund 1.500 Metern. Nur rund zwei Kilometer von der errechneten Absturzstelle entfernt befand sich damit der tatsächliche Fundort. Ermittler des Landeskriminalamtes Salzburg begaben sich zur Absturzstelle. Die Staatsanwaltschaft Salzburg ordnete die Beiziehung eines gerichtlich beeideten Sachverständigen sowie die Obduktion der Leichname an.