Erstellt am 09. Oktober 2014, 17:21

Frau durch Messerstiche in Saalfelden getötet. Eine Bluttat hat sich in der Nacht auf Donnerstag in Saalfelden im Salzburger Pinzgau ereignet. Eine 20-jährige Frau wurde mit massiven Hieb- und Stichverletzungen im Badezimmer tot aufgefunden.

 |  NOEN, APA

Die Polizei nahm in der Wohnung den 20-jährigen, alkoholisierten Freund des Opfers fest. Es dürfte sich um eine Beziehungstat handeln. Das Tatmotiv war vorerst noch unklar.

Freund hat Tat bereits gestanden

Gegen 1.00 Uhr haben Nachbarn der Wohnung eines Mehrparteienhauses im Ortsteil Uttenhofen die Polizei alarmiert. Ein Notarzt konnte nur mehr den Tod der Frau feststellen. Als die Polizisten eintrafen, habe sich der Mann noch in der Wohnung aufgehalten, schilderte Polizei-Sprecherin Irene Stauffer. Er ließ sich widerstandslos festnehmen.

Der Tatverdächtige war laut Polizei alkoholisiert. "Er hatte 0,8 Promille", sagte der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamtes, Karl-Heinz Pracher, zur APA. Der Mann habe sich eigentlich nach der Tat ins Ausland absetzen wollen. "Bezüglich der Motivlage können wir noch nichts sagen", erklärte der Kriminalbeamte. Der Mann habe die Tat aber bereits gestanden.

Vermutlich war der grauenvollen Tat ein Streit vorausgegangen. Die Hintergründe waren vorerst nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine gerichtsmedizinische Obduktion an. Dem Ergebnis zufolge soll die Frau an den Stichverletzungen gestorben sein. Die Tatwaffe, ein Küchenmesser, wurde sichergestellt.

Nachbarn und Bürgermeister zeigen sich betroffen

Nun soll geklärt werden, wie weit das Obduktionsergebnis mit den Angaben des 20-Jährigen übereinstimmt. Die Frau sei mit dem Beschuldigten seit eineinhalb Jahren befreundet gewesen, sagte Pracher. Die Kriminalbeamten waren am Donnerstag neben der Spurensicherung mit der Befragung des Tatverdächtigen und von Zeugen beschäftigt. "Beide sind in Saalfelden wohnhaft", sagte Polizei-Sprecherin Stauffer. Offenbar ging das Paar zuletzt keiner Beschäftigung nach.

Nachbarn der Wohnung, in der sich die Bluttat zugetragen hatte, waren geschockt. "Jeder fragt sich, wie so etwas passieren kann", zeigte sich der Saalfeldener Bürgermeister Erich Rohrmoser (SPÖ) im APA-Gespräch betroffen. Er kenne das Opfer und auch den Tatverdächtigen nicht persönlich. Die Gemeinde zähle immerhin 16.000 Einwohner. Falls die Familie des Opfers Hilfe benötige, "werden wir helfen", sagte Rohrmoser.