Erstellt am 25. März 2015, 16:37

Frau getötet und abgefackelt: Einweisung in Anstalt. Eine 24-jährige Frau, die ihren Bekannten getötet und seine Wohnung in Brand gesteckt haben soll, ist am Mittwoch vom Landesgericht Steyr in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen worden. Der Spruch der Geschworenen ist bereits rechtskräftig.

Die Angeklagte, die sich von Dämonen und "den Illuminati" verfolgt fühlte, und das 43-jährige Opfer hatten sich immer wieder getroffen. Er wollte von ihr gefesselt, ausgepeitscht und gedemütigt werden. Im Herbst vergangenen Jahres starb der Mann nach diesen Sex-Spielen in seiner Wohnung in Steyr. Die Frau übergoss ihn mit Benzin und zündete ihn an.

Während Staatsanwalt Andreas Pechatschek die Tötung als Mord sah, handelte es sich für Verteidiger Andreas Mauhart lediglich um einen tödlichen Sex-Unfall. Die psychiatrische Gutachterin Adelheid Kastner, die am Mittwoch zu Wort kam, bescheinigte der Frau Zurechnungsunfähigkeit, eine höhergradige geistige Abnormität und Gefährlichkeit. Die Angeklagte selbst betonte, dass sie damals "neben der Spur" gewesen sei, den Mann aber nicht habe töten wollen.