Erstellt am 30. Dezember 2014, 18:36

von APA Red

Freiluft-Derby im Wörthersee-Stadion. Im Klagenfurter Wörtherseestadion laufen die Vorbereitungsarbeiten für das zweite Eishockey-Freiluftspektakel nach jenem von 9. Jänner 2010 wie geplant.

Die Eisfläche für das Kärntner Derby zwischen dem KAC und dem VSV am Samstag (16.30 Uhr) ist praktisch fertig. 2.000 Quadratmeter Rasen wurden herausgerissen, um Platz für den Rink zu machen, sagte Sportpark-Geschäftsführer Daniel Greiner zur APA.

30.500 Zuschauer wie 2010 möglich

Am Dienstagnachmittag waren noch rund 850 Karten zu haben, hieß es vonseiten des KAC. Sollten alle Karten weggehen, würden wie vor fünf Jahren 30.500 Zuschauer live dabei sein. Zwar dürfen aufgrund einer behördlichen Weisung wegen zu schmaler Notausgänge auf dem Stehplatzsektor der Südtribüne statt der möglichen 4.000 nur 2.600 Fans eingelassen werden.

Durch die bauliche Fertigstellung des Stadions im Februar 2014 ist es aber möglich, die im Unterrang verlorengegangenen Stehplätze durch die Sitzplätze im Oberrang zu kompensieren. Die maximale Kapazität beträgt daher 30.500.

Die Umbauarbeiten für das Spektakel wurden am 9. Dezember begonnen. Der Untergrund im Bereich der herausgerissenen 2.000 Quadratmeter Rasen musste planiert werden, von 15. bis 23. Dezember fanden die Arbeiten an der Eisfläche, der Aufbau der Banden und des Plexiglases statt. Im Hintergrund laufen drei Kälteaggregate, sagte Greiner.

Eines der Geräte steht aber nur als Ersatz parat, falls es mit einem der beiden anderen Probleme geben sollte. Die drei Kältemaschinen werden von zwei Stromaggregaten betrieben. Greiner: "Für die gesamte Betriebszeit rechnen wir mit 20.000 Liter Diesel-Verbrauch."

Hobbyteams "testeten" die Eisfläche

Von Samstag bis Dienstag durften Hobbymannschaften die Eisfläche mieten. Am Donnerstag und Freitag geht es nun in Sachen Aufbau in den Endspurt. LED-Banden und Werbetransparente werden angebracht, Videowall und Tonanlage installiert. Am Freitag ab 16.00 Uhr finden die Abschlusstrainings der beiden Mannschaften statt.

Für den Spieltag Samstag sagt Paul Rainer, Meteorologe der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), perfektes Wetter voraus. "In der Nacht von Freitag auf Samstag wird eine Strömung mit etwas Niederschlag durchziehen, tagsüber wird das Wetter dann sonnig, vielleicht mit leichten Plusgraden." Am späten Nachmittag kühlt es dann auf Temperaturen um den Gefrierpunkt herunter.

Sportpark-Geschäftsführer Greiner empfiehlt den Zuschauern sich "schon sehr dick einzupacken". Heiße Getränke wird es im Stadion zu kaufen geben. Isolierende Sitzauflagen dürfen mitgebracht werden. Für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sollen 170 Mitarbeiter des Ordner- und Sicherheitsdiensts sorgen, dazu rund 40 Polizisten. In der Gastronomie sind 250 Mitarbeiter beschäftigt.

Gleich nach dem Spiel werden die Kälteaggregate umgekehrt. Greiner: "Eine Abtauheizung wird in Kraft gesetzt. In drei bis vier Tagen wird alles demontiert." Ab 11. Jänner wird dann mit der Wiederherstellung des Rasens begonnen. Die Kosten für die Umbauarbeiten und die Veranstaltung aufseiten des Sportparks belaufen sich auf eine knappe halbe Million Euro. Die Tickets kosten 29 bis 34 Euro.