Erstellt am 25. März 2015, 15:09

von APA/Red

Freund getötet und abgefackelt - Prozessfinale. Der Prozess gegen eine 24-Jährige, die ihren Bekannten getötet und seine Wohnung in Brand gesteckt haben soll, ist am Mittwoch im Landesgericht Ried ins Finale gegangen.

Am Nachmittag haben sich die Geschworenen zur Beratung zurückgezogen. Der Staatsanwalt hat für die Frau, die sich von Dämonen und "den Illuminati" verfolgt fühlte, die Einweisung in eine Anstalt beantragt.

Die Angeklagte und das 43-jährige Opfer hatten sich immer wieder getroffen. Er wollte von ihr gefesselt, ausgepeitscht und gedemütigt werden. Im Herbst vergangenen Jahres starb der Mann nach diesen Sex-Spielen in seiner Wohnung in Steyr. Die Frau übergoss ihn mit Benzin und zündete ihn an.

Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher

Während Staatsanwalt Andreas Pechatschek die Tötung als Mord sieht, handelt es sich für Verteidiger Andreas Mauhart lediglich um einen tödlichen Sex-Unfall. Egal, wie die Entscheidung der Geschworenen darüber aussieht - beide Seiten rechnen damit, dass die Frau in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen wird.

Die psychiatrische Gutachterin Adelheid Kastner, die am Mittwoch zu Wort kam, bescheinigte der Frau Zurechnungsunfähigkeit, eine höhergradige geistige Abnormität und Gefährlichkeit. Die Angeklagte selbst betonte, dass sie damals "neben der Spur" gewesen sei, den Mann aber nicht habe töten wollen.