Erstellt am 01. August 2015, 22:51

von APA/Red

Vize Rapid gewann Schlager bei Meister Salzburg mit 2:1. Der SK Rapid hat Meister Salzburg im ersten Schlager der Saison eine empfindliche Niederlage zugefügt. Der erste Herausforderer des Titelverteidigers setzte sich am Samstagnachmittag in der Red-Bull-Arena verdientermaßen mit 2:1 (2:0) durch. Rapid hält nach zwei Spielen damit beim Maximum von sechs Zählern, Salzburg ist hingegen weiter punktlos. Admira-Wacker besiegte Mattersburg mit 2:1 (1:0).

Philipp Huspek (l.) im Duell mit Andreas Ulmer  |  NOEN, APA

In einer unterhaltsamen Partie vor 17.357 Zuschauern in Wals-Siezenheim erzielte Thanos Petsos per Freistoß in der 15. Minute Rapids Führung. Stefan Schwab erhöhte in der 33. Minute auf 2:0. Dem eingewechselten Dimitri Oberlin gelang in der zweiten Spielhälfte nur noch der Anschlusstreffer (66.). Für beide Mannschaften war es die Generalprobe vor den Rückspielen in der Champions-League-Qualifikation in Amsterdam (Dienstag) bzw. Malmö (Mittwoch).

Mit Blick auf den dichten Terminplan entschieden sich beide Trainer für Rotation. Sowohl Peter Zeidler, als auch Zoran Barisic gaben unfreiwillig und freiwillig ihre Torjäger vor. Salzburgs Jonatan Soriano verpasste das Spitzenspiel verletzungsbedingt, Rapids Robert Beric saß vorerst auf der Bank.

Neben dem Slowenen verzichtete Barisic auch auf Steffen Hofmann und Philipp Schobesberger. Bei Salzburg pausierte zunächst Christoph Leitgeb, anstelle des angeschlagenen Cican Stankovic hütete Alexander Walke das Tor.

Von Beginn weg ging es in einer mitunter hitzig geführten Partie schnell und schnörkellos Richtung gegnerisches Tor. Der im Sturm neben Marco Djuricin aufgebotene Felipe Pires schob den Ball in der 3. Minute am Tor vorbei, fünf Minuten später tauchte Walke bei einem Flachschuss von Beric-Ersatzmann Philipp Prosenik erfolgreich ab.

Der in der Liga saisonübergreifend nun bereits 14 Pflichtspiele ungeschlagene Vizemeister wirkte vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller jedoch besser eingespielt und zielgerichteter als der Meister, der in der Abwehr oft zu weit weg vom Gegenspieler stand.

Noch in der ersten Viertelstunde belohnten sich die Gäste schließlich mit der Führung: Naby Keita brachte Louis Schaub zu Fall, Petsos verwertete den Freistoß aus 18 Metern gefühlvoll und unerreichbar für Walke.

Salzburg antwortete mit Härte, Benno Schmitz fällte Stefan Stangl. In der Offensive waren die neu formierten "Bullen" ohne Soriano aber zu wenig durchschlagskräftig. Valon Berisha fand dennoch die Chance auf den Ausgleich vor, scheiterte aber an Rapid-Keeper Jan Novota (31.). Besser machten es die Grünweißen, der ehemalige Red-Bull-Nachwuchsmann Schwab staubte nach einem Freistoß ab. Die Salzburger Defensive zeigte sich dabei erneut unaufmerksam.

Leitgeb kam bei Salzburg nach der Pause aufs Spielfeld, darüber hinaus kam Oberlin für den unauffälligen Djuricin. In der 51. Minute schlug der Ball dann auch im Rapid-Tor ein, Martin Hinteregger stand bei seinem Kopfball aber - wie von den Unparteiischen richtig erkannt - im Abseits.

Auch Barisic reagierte personell, brachte nach Schobesberger auch Beric. Kurz darauf musste Rapid aber einen Rückschlag wegstecken. Andreas Ulmer wurde links schön freigespielt, seine Hereingabe verwertete Oberlin zum Anschlusstreffer. Für den erst 17-jährigen Schweizer war es sein erster Bundesliga-Treffer.

Die riskante Spielweise der Salzburger eröffnete Rapid aber weiter Chancen. Schaub scheiterte aus elf Metern an Walke (66.), ein Versuch von Petsos zog am langen Eck vorbei (69.). Walke zeichnete sich dann auch im Eins-gegen-Eins gegen Beric aus (80.). Die Schlussoffensive der Zeidler-Elf blieb dann ohne Wirkung.

Admira Wacker Mödling darf sich indes über einen gelungenen Meisterschaftsstart freuen. Die Südstädter besiegten Aufsteiger Mattersburg mit 2:1 (1:0) und halten damit nach zwei Runden bei vier Punkten. Die Tore erzielten Christoph Knasmüllner und Toni Vastic, der damit das Vater-Sohn-Duell mit SVM-Trainer Ivica Vastic für sich entschied. Markus Pinks Anschlusstor kam zu spät.

Sowohl Admira-Trainer Ernst Baumeister als auch Mattersburg-Coach Ivica Vastic stellten trotz des positiv verlaufenen Saisonauftakts um: Baumeister musste den gesperrten Dominik Starkl ersetzen, für ihn stürmte Knasmüllner. Zudem rückten der wiedergenese Christoph Schößwendter und Markus Blutsch für die angeschlagenen Stephan Zwierschitz und Eldis Bajrami in die Mannschaft. Vastic setzte diesmal auch in der Bundesliga auf die in der Aufstiegssaison bewährte 4-3-3-Formation.

Nach einer Trauerminute für den kürzlich im Alter von 67 Jahren verstorbenen langjährigen Admira-Förderer und -Präsidenten Richard Trenkwalder nahm das Spiel vor knapp 3.000 Zuschauern in der Südstadt nur schleppend Fahrt auf. Die Gäste begannen dominanter, zu Großchancen kamen sie aber nicht.

In der Folge bekam die Admira das Spiel besser unter Kontrolle, es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften mit einem bedächtigen Spielaufbau kein allzu großes Risiko eingingen. Doch dann wurde der zuvor völlig abgemeldete Knasmüllner im Strafraum schön von Blutsch in Szene gesetzt und bezwang nach einem gelungenen Haken gegen Thorsten Mahrer auch noch Goalie Martin Kuster (31.). Für den 23-Jährigen war es sein erster Bundesliga-Treffer.

Nach dem Seitenwechsel kombinierten die Gäste gefälliger, fanden aber gegen die dicht gestaffelte Admira-Abwehr nur sehr selten ein probates Mittel. Klare Torchancen waren Mangelware. In der 69. Minute forderten die Hausherren nach einem vermeintlichen Foul von Mahrer an Blutsch im Strafraum vergeblich Elfmeter, doch in der nächsten Szene sorgte Vastic für die Vorentscheidung. Eine Maßflanke von Thomas Ebner brachte der 22-Jährige mit einem Volleyschuss im rechten unteren Eck unter (70.).

Der eingewechselte Ibser vergab die Chance auf den Anschlusstreffer (75.). In der Schlussphase verwalteten die Niederösterreicher den Vorsprung geschickt, bis Erste-Liga-Torschützenkönig Pink wieder einmal goldrichtig stand und nach Onisiwo-Hereingabe den Ball aus kurzer Distanz per Kopf zu seinem zweiten Saisontor über die Linie drückte (88.). Am Ende gelang dem Aufsteiger beinahe noch der Punktgewinn, doch Siebenhandl konnte einen Jano-Freistoß gerade noch über die Latte drehen (93.).