Erstellt am 24. August 2014, 12:46

von APA Red

WAC weiter gleichauf mit Salzburg. Der Wolfsberger AC bleibt das Überraschungsteam der Fußball-Bundesliga.

Mit dem 2:1 (0:0) bei Sturm Graz gewannen die Kärntner am Samstag auch ihr sechstes Meisterschaftsmatch und liegen mit dem Maximum von 18 Punkten weiter gleichauf mit Meister Salzburg. "Vier Auswärtssiege, das zeigt schon eine gewisse Qualität", betonte WAC-Trainer Dietmar Kühbauer.

Dabei schaute es zunächst gar nicht nach einem Erfolg seines Teams aus. "Wir haben gut begonnen, dann aber Sturm das Spiel übergeben. In der Pause habe ich zu meinen Spielern gesagt, dass wir auf diese Weise als Verlierer vom Platz gehen werden", verriet Kühbauer nach dem Match. "Nach dem Abseitstor zum 0:1 und unseren Einwechslungen hat es dann besser geklappt."

"Kursänderung" durch Wechselspieler

Damit sprach der Burgenländer den Doppeltausch in Minute 57 an, als der spätere Ausgleichstorschütze Manuel Kerhe (66.) und der brasilianische Stürmer Silvio frischen Schwung ins WAC-Spiel brachten.

"Die zwei Wechselspieler des WAC haben die Partie dann umgedreht", sagte Sturm-Coach Darko Milanic und kritisierte vor allem die "Passivität" seiner Spieler nach der 1:0-Führung durch Marco Djuricin (52.), der sein viertes Saisontor erzielte.

Nach dem Ausgleich witterten die Gäste ihre Chance und kamen durch einen abgefälschten Schuss von Ex-Sturm-Spieler Joachim Standfest (77.) noch zum schmeichelhaften 2:1. "Das war ein sehr glücklicher Sieg. Sturm war die klar bessere Mannschaft.

"War kein gutes Spiel von  uns"

Und in der ersten Hälfte waren wir nicht am Platz", bemerkte Standfest. Auch Kerhe kam zu einem ähnlichen Schluss: "Im Großen und Ganzen war das kein gutes Spiel von uns, vor allem vor der Pause. Mit Glück haben wir dann das Spiel gedreht. Gott sei Dank konnte ich wieder als Joker treffen."

Sturm trauerte deshalb am Ende zu Recht verlorenen Punkten nach und hält weiter nur bei fünf Zählern. "Wir sind selber schuld. Zwei Schüsse zwei Gegentreffer. Unser Spiel war über weite Strecken in Ordnung. Das Glück, das die Kärntner hatten, muss man sich auch erarbeiten", merkte Michael Madl an, der den Treffer von Djuricin vorbereitet hatte.

Für Sturm steht nun in der nächsten Runde am Samstag der schwere Gang zum Tabellenführer nach Salzburg an, der WAC peilt im Heimspiel gegen Schlusslicht Wiener Neustadt ebenfalls den siebenten Streich an, bevor es am 14. September zu Hause zum großen Duell mit den "Roten Bullen" aus der Mozartstadt kommt.

Wiener Neustadt feiert Liga-Erfolg

Die Niederösterreicher feierten mit einem 5:4-Heimsieg im verrückten Derby gegen Admira ihren ersten Liga-Erfolg und schlossen damit vor dem Wiener Derby punktemäßig zur Austria auf.

"Ein aufregendes Match, aber defensiv hätten wir uns besser anstellen müssen", lautete das treffende Resümee von Wr.-Neustadt-Neuzugang Conor O'Brien, der den Torreigen mit seinem Treffer in Minute 26 eingeleitet hatte.

Der US-Legionär ist bereit, in die Leaderrolle im Team von Trainer Heimo Pfeifenberger zu schlüpfen. "Ich habe kein Problem damit, Verantwortung zu übernehmen. Ich habe diese Rolle schon öfter übernommen und Erfahrung damit."

Neben O'Brien war Pfeifenberger auch mit dem Startelf-Debüt von Osman Ali "sehr zufrieden". Admira-Coach Walter Knaller ärgerte sich nach dem "tragischen Ausgang"über das Defensivverhalten seiner Mannschaft, die kurzzeitig 3:2 geführt hatte. "Bei den Gegentoren haben wir uns unglaublich naiv angestellt", kritisierte der Kärntner. "Nun sind wir wieder voll im Abstiegskampf."

"Unsere Leistung war lange schlecht"

In diesem befinden sich auch die punktegleichen Rieder, die nach 0:2-Pausenrückstand im Heimspiel gegen Grödig noch ein 2:2 erreichten. "Das war ein sehr seltsames Match.
Unsere Leistung war lange Zeit richtig schlecht. Wir haben fast alles falsch gemacht. Dennoch muss ich der Mannschaft für ihre Moral ein Kompliment machen. Ich bin sehr froh, dass wir uns diesen Punkt noch erkämpft haben", sagte Ried-Trainer Oliver Glasner.

Grödig-Coach Michael Baur sprach dagegen von zwei verlorenen Zählern. "Es ist sehr ärgerlich, wir hatten das Spiel in der Hand. Wir hätten nur das 3:0 machen müssen, dann wäre der Sack zu gewesen. So haben wir uns aber die Butter vom Brot nehmen lassen und sind jetzt enttäuscht. Wir müssen einfach im Abschluss cleverer werden", forderte der Tiroler.