Erstellt am 24. August 2014, 20:36

von APA Red

Wiener Derby endetet mit 2:2. Das 310. Wiener Derby hat keinem der beiden Wiener Großclubs die echte Erlösung gebracht. Austria und Rapid boten beim 2:2 (1:1) in Favoriten ein attraktives Derby, konnten in der Tabelle aber nur wenig Boden gutmachen.

Violett lag dank einem Blitztor Gorgons nach 17 Sekunden und Damaris Elfer (63.) zweimal in Führung, musste aber durch Beric (35.) und Schwab (85.) jeweils den Ausgleich hinnehmen.

Die Austria ist als einziges Team der Bundesliga nach sechs Runden noch sieglos, Rapid wartet seit vier Ligapartien auf einen vollen Erfolg. Die Hütteldorfer konnten nach drei Derbysiegen en suite diesmal nicht gewinnen, man ist aber bereits seit sechs Spielen gegen die Austria ungeschlagen.

Rapid ist somit auf Platz 5 gestiegen

Die Austria machte in der Tabelle einen Schritt von Platz neun auf acht, Rapid, das am Donnerstag im Europa-League-Play-off ein 1:2 gegen Helsinki gutmachen muss, stieg von Platz sieben auf fünf auf.

Fast historisch war die schnelle Führung der Gastgeber, Gorgons Treffer war der drittschnellste der Bundesligageschichte. Den Rekord hält Patrick Jezek (Salzburg) mit 10 Sekunden beim 4:1-Heimsieg gegen Altach am 11. Juli 2007.

Die Austria war personell fast wie beim 1:1 gegen Sturm aufgestellt, im offensiven Mittelfeld rückte Meilinger anstelle Grünwalds in die Mitte, Gorgon kam neu auf links. Stürmer Roman Kienast, dem Wechselabsichten nachgesagt werden, fand keinen Eingang in den Kader.

Bei Rapid ersetzte im Vergleich zum 1:2 bei Helsinki Maximilian Hofmann in der Innenverteidigung den verletzten Dibon, im defensiven Mittelfeld agierte Petsos statt Wydra. Und davor kam Florian Kainz für Schwab.

Austria gleich in der Offensive

Der Ruf von Austria-Coach Baumgartner nach aggressivem, schnellem Spiel wurde von seiner Mannschaft schneller als erwartet erhört. Die Austria begann überfallsartig, luchste Rapid sofort nach dem Anstoß den Ball ab und leitete einen blitzschnellen Angriff ein. Novota konnte Royers Schuss von links außen schließlich nur schlecht abwehren, Gorgon war aus Kurzdistanz zur Stelle. Die Matchuhr zeigte 17 Sekunden.

Und die Veilchen setzten nach, Novota musste einen Suttner-Freistoß parieren (6.), eine Minute später kratzte der Slowake einen Kopfball Gorgons in höchster Not von der Linie. Doch Rapid erholte sich bald vom Schock, erlangte mit Fortschreiten der ersten Hälfte die spielerische Oberhand.

Chancen brachte das Grün-Weiß trotz viel Offensivgeists vorerst noch keine ein, erst in der 35. Minute war es soweit: Nach einem Konter band der in die Mitte dribbelnde Schaub auf 16 Metern die Aufmerksamkeit der Defensive und bediente Beric, der mit einem gefühlvollen Schlenzer aufs lange Eck via Innenstange den Ausgleich machte.

Elfmerter brachte wichtiges Tor

Nach der Pause ging wieder mehr Initiative von den Hausherren aus, zudem brachte Baumgartner mit Kamara für Royer einen zusätzlichen Stürmer (55.). Kurz darauf war es aber Innenverteidiger Ortlechner, der mit einem zentralen Kopfball Novota "abschoss" (57.). Auf der Gegenseite verpasste Kainz eine ähnlich gute Möglichkeit per Kopf, wenig später musste Lindner bei einem Schuss des Ex-Grazers eingreifen (60.).

Eine etwas unglückliche Aktion von Petsos brachte die Austria dann auf die Siegerstraße. Kamaras Dribbling im Strafraum schien bereits geklärt, doch der Oberarm des Griechen ging zum Ball, Schiedsrichter Schörgenhofer entschied auf Elfmeter. Und den versenkte Damari trotz Novotas richtigem Riecher platziert im Tor (63.). Die Austria verlegte sich aufs Kontern, fand durch Gorgon (Novota klärte über die Latte, 75.) auch eine Möglichkeit auf das 3:1 vor.

Rapids Druck in der Schlussphase schien vorerst unbelohnt zu bleiben, als Schwab, der nach einer Stunde Steffen Hofmann ersetzt hatte, aus guter Position an Lindner scheiterte (80.).

Doch auch Grün-Weiß profitierte von einem Patzer. Leitgebs völlig verunglücktes Zuspiel an der Seitenlinie wurde von Schrammel abgefangen, seine Flanke nickte Schwab zum 2:2 ein (85.). Für Violett ließ Larsen aus einigen Metern den Matchball ungenutzt (89.).