Erstellt am 19. September 2014, 19:39

von APA/Red

Fußball-EM-Finale 2020 im Londoner Wembley-Stadion. Die Halbfinalspiele und das Finale der pan-europäischen Fußball-Europameisterschaft 2020 finden im Wembley-Stadion von London statt.

Europas Fußballunion UEFA gab die Entscheidung am Freitag in Genf bekannt. Neben London hatte sich auch der Deutsche Fußball-Bund mit München um das Finalpaket beworben. Insgesamt wird die übernächste Europameisterschaft in 13 verschiedenen Ländern ausgetragen.

Die Viertelfinali finden ebenso wie je drei Gruppenspiele in München, Baku, St. Petersburg und Rom statt. Die Achtelfinali sowie je drei Gruppenspiele steigen in Kopenhagen, Bukarest, Amsterdam, Dublin, Bilbao, Budapest, Brüssel und Glasgow. Österreichs Fußball-Bund hatte sich aus Ermangelung einer modernen Arena nicht beworben. Das Ernst-Happel-Stadion in Wien genügt nicht mehr den internationalen Ansprüchen.

UEFA-Präsident Michel Platini hatte die Idee einer pan-europäischen Endrunde ins Leben gerufen, der Franzose will damit das Jubiläum der Europameisterschaft feiern. Die erste EM fand 1960 statt. Unter den insgesamt 19 Bewerbern leer gingen schlussendlich Cardiff, Jerusalem, Minsk, Skopje, Sofia und Stockholm aus.

Deutschland will EM 2024 ausrichten

Deutschland hatte sich mit München beworben, enttäuschte Gesichter sah man bei den Verantwortlichen des Deutschen Fußball-Bundes in Genf aber nicht. Das Interesse am Endspiel hatte beim DFB in letzter Zeit stark nachgelassen. Deutschland will sich stattdessen um die Ausrichtung der kompletten EM 2024 bewerben. Mit dem Verzicht auf das Endspiel der EM 2020 sind die Chancen dafür deutlich gestiegen.

Kurz vor der Abstimmung zog man die Finalbewerbung zugunsten von London zurück, erklärte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. "Wir haben das Finale nicht verloren, weil ich heute Morgen in der Sitzung des Exekutivkomitees unsere Bewerbung für die Finalserie zurückgezogen habe, nachdem die UEFA die Ergebnisse der technischen Erhebung veröffentlicht hatte. Da war Wembley an eins, München knapp dahinter. Es war eben auch der Gedanke, eine Kampfabstimmung im Exekutivkomitee zu verhindern, die dann 8:7 oder 9:6 ausgegangen wäre."

DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock hatten bereits vor der Bekanntgabe durch die UEFA deutlich gemacht, dass hinter den Kulissen mit den Engländern über eine einvernehmliche Lösung für die kommenden kontinentalen Turniere gesprochen wurde. "Der Zuschlag ist natürlich nicht sicher. Unser Interesse ist bekannt. Das ist unser großes Ziel. Da liegt vielleicht eine Art Teppich, aber das kein roter Teppich. Da sind wir ganz relaxt", erklärte Niersbach.

Erstmals 24 Mannschaften im Titelkampf

Da der Europameister 2020 im Wembley-Stadion gekrönt wird, kann sich der DFB der Unterstützung Englands bei seiner Bewerbung für das Turnier in zehn Jahren sicher sein. Die nächste EM findet 2016 in Frankreich statt, erstmals sind dann 24 statt 16 Mannschaften dabei.