Erstellt am 18. Juli 2015, 20:47

von APA Red

Grödig blamiert sich in 1. Cup-Runde. Für Peter Schöttel hat sein Pflichtspiel-Debüt als Grödig-Trainer mit einer Blamage geendet.

Miserables Pflichtspiel-Debüt von Schöttel als Grödig-Trainer  |  NOEN, APA (Krugfoto)

Beim Regionalligisten Union Gurten schieden die Salzburger in der ersten Runde des ÖFB-Cups sang- und klanglos mit 0:1 aus. Lokalrivale Red Bull Salzburg gab sich mit einem 7:0 beim Deutschlandsberger SC hingegen keine Blöße und bescherte Neo-Trainer Peter Zeidler einen erfolgreichen Einstand.

"Wir waren klar die bessere Mannschaft, aber zwingende Torchancen hatten wir keine", hielt Grödig-Manager Christian Haas nach der Partie fest. Die Spieler hätten sich zwar bemüht, der entscheidende Treffer vor 700 Zuschauern gelang aber der Mannschaft aus der Regionalliga Mitte. Jakob Kreuzer, Kooperationsspieler der SV Ried, traf vier Minuten vor dem Ende zum 1:0 (86.).

Haas: "So ist der Cup"

"Ich muss sagen, dass das für einen Bundesligaverein zu wenig war. Aber so ist der Cup, wir sind auch vor zwei Jahren gegen Austria Salzburg in der ersten Runde ausgeschieden und in der Bundesliga am Ende Dritter geworden", erinnerte Haas, der sich deshalb kämpferisch gab: "Für die Bundesliga heißt das gar nichts. Viele erwarten, dass wir Abstiegskandidat Nummer eins sind, aber das werden wir sehen."

Roman Wallner stand wegen einer Wadenblessur nicht im Kader. Der frühere ÖFB-Teamstürmer hatte zuletzt beim 1:0-Testspielsieg über den deutschen Bundesligisten FC Ingolstadt für die Grödiger getroffen.

Lokalrivale Red Bull Salzburg begann die Mission Titelverteidigung vor 3.500 Zuschauern am Kunstrasen des Koralmstadions mit drei Neuzugängen in der Startelf: Im Tor feierte Cican Stankovic ebenso sein Pflichtspieldebüt wie die brasilianische Neuerwerbung Paulo Miranda in der Innenverteidigung. Der Norweger Havard Nielsen spielte nach einem eineinhalbjährigen Leihengagement in Braunschweig am Flügel und bereitete das 1:0 durch Jonatan Soriano mustergültig vor (12.).

Platzwunde nach Kopfballduell

Bei hochsommerlichen Temperaturen waren in der Folge Chancen auf beiden Seiten Mangelware. Für das größte "Highlight" vor der Pause sorgte neben einem Aluminium-Treffer von Schmitz dessen Abwehrkollege Miranda, der nach einem Kopfballduell eine Platzwunde erlitt. Der Brasilianer musste in der Pause laut Clubangaben mit acht Stichen genäht werden und wurde später von Debütant Stefan Lainer ersetzt.

Nach dem Seitenwechsel machte sich der Klassenunterschied immer mehr bemerkbar: Kapitän Soriano sorgte erst mit einem sehenswerten Treffer von nahe der Mittellinie für die Vorentscheidung (51.), Marco Djuricin erhöhte innerhalb von sieben Minuten mit einem lupenreinen Hattrick auf 5:0 (54., 58., 61.). Soriano mit seinem dritten Treffer (77.) und Joker Takumi Minamino (88.) rundeten den 7:0-Kantersieg ab.

Ebenfalls einen souveränen Sieg fuhr Zweitligist FAC ein. Die Floridsdorfer siegten bei Viertligist Golling unter anderem durch einen Triplepack von Austria-Wien-Kooperationsspieler Alexander Frank mit 6:0.