Erstellt am 12. August 2016, 23:51

Lionel Messi kehrt ins Nationalteam zurück. Knapp zwei Monate nach den Tränen der Enttäuschung durch die Finalniederlage im Elferschießen der Copa America gegen Chile hat Fußballstar Lionel Messi am Freitag den Rücktritt vom Rücktritt angekündigt.

 |  APA/ag.

Es gebe schon genug Probleme im argentinischen Fußball: "Ich will nicht für noch mehr sorgen." Der Sinneswandel ist auch ein erster Verdienst des neuen argentinischen Trainers Edgardo Bauza.

Er hatte sich zuvor mit Messi getroffen, um den fünfmaligen Weltfußballer vom FC Barcelona zum Comeback zu bewegen. Noch bevor Messi seine Rückkehr bekannt gab, hatte Bauza bekundet, dass er daran keine Zweifel habe. Messi wird damit bereits in den nächsten Spielen in der WM-Qualifikation sein Team wieder als Kapitän anführen.

In Argentinien sorgte Messis Ankündigung für großes Aufatmen. In der Online-Ausgabe der Sportzeitung "Ole" verdrängte die Nachricht von seiner Rückkehr zunächst auch das olympische Geschehen. Sein Rücktritt hatte zuvor Reaktionen bis in höchste politische Kreise ausgelöst. Staatschef Mauricio Macri hatte sich dem Twitter-Hashtag #NoTeVayasLio ("Geh nicht, Lio") angeschlossen und geschrieben: "Ich hoffe, dass die Freude, den Besten der Welt zu sehen, noch viele Jahre fortdauert."

Sein 113. Länderspiel sollte sein letztes gewesen sein, hatte Messi erklärt. "Ich habe hart gearbeitet, ein Titel mit der Nationalmannschaft war das, was ich am meisten wollte. Aber es sollte nicht sein. Deshalb ist es nun vorbei", hatte er nach dem Copa-Finale verkündet.

Nun aber hat es sich der Junioren-Weltmeister von 2005 und Olympiasieger von 2008 anders überlegt. Mittlerweile mit blondiertem Haar und Bart will er auch im Nationaldress wieder das tun, was er am liebsten macht und am besten kann: Fußballspielen.

Messi ist nach seinem Rücktritt vom Rücktritt am Freitag in den Kader der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft für die WM-Qualifikationsspiele gegen Uruguay am 1. September und in Venezuela am 6. September einberufen worden. Nicht dabei ist dagegen Stürmer Gonzalo Higuain, der erst vor kurzem für etwa 95 Millionen Euro von Napoli zu Juventus Turin gewechselt ist.

Neben Higuain fehlen auch Boca Juniors-Stürmer Carlos Tevez und China-Legionär Ezequiel Lavezzi. Teamchef Edgardo Bauza vertraut in der Offensive stattdessen erstmals auf Juventus-Stürmer Paulo Dybala, der vergangene Saison mit 19 Treffern hinter Higuain zweitbester Torschütze in der Serie A war.