Erstellt am 23. August 2015, 16:00

von APA/Red

Rapid tankte mit 3:0 gegen Grödig Mut für Schachtar-Match. Rapid hat sich am Samstag mit einem ungefährdeten 3:0-Heimsieg über den SV Grödig auf das Play-off-Rückspiel zur Fußball-Champions-League gegen Schachtar Donezk eingestimmt. Für den fünften vollen Erfolg im sechsten Liga-Saisonmatch sorgte ein verstärktes B-Team des Tabellenführers - sehr zur Freude von Coach Zoran Barisic, der danach wieder die hohe Qualität seines gesamten Kaders hervorhob.

 |  NOEN, APA

Im Vergleich zum 0:1 gegen Schachtar am Mittwoch hatte der Trainer gleich acht Änderungen in der Startformation vorgenommen. Leistungsträger wie Robert Beric, Florian Kainz oder Louis Schaub saßen auf der Bank, Steffen Hofmann und Thanos Petsos standen nicht einmal im Kader. "Wir haben ein schweres Programm vor uns, da ist es wichtig, dass man Spielern eine Pause gönnt", erklärte Barisic.

Der Sieg des "zweiten Anzugs" geriet auch nicht in Gefahr, als Maximilian Hofmann und Michael Schimpelsberger wegen körperlicher Probleme ausgetauscht werden mussten. "Das Wichtigste ist, dass wir immer reagieren können, egal was passiert", stellte Barisic fest.

Hofmann erlitt eine Verstauchung des Sprunggelenks, Schimpelsberger wurde von Krämpfen geplagt. Beide werden allerdings am Montag im Flugzeug Richtung Lwiw (Lemberg) sitzen, wo Rapid am Dienstag um den Einzug in die Champions League kämpft. Sportdirektor Andreas Müller hat die Hoffnung auf eine Teilnahme an der Königsklasse trotz der Hinspiel-Niederlage noch lange nicht aufgegeben. "Wir haben nach wie vor die Chance, es zu schaffen. Unser Motto lautet: 'Wir haben alles zu gewinnen'", betonte der Deutsche.

Der Ausgang des Duells mit Schachtar wird wohl maßgeblichen Einfluss auf die Zukunft von Beric haben. Sollte der Aufstieg verpasst werden, dürfte der slowenische Goalgetter nur schwer zu halten sein. "Wenn wir in die Champions League kommen, wäre das sehr hilfreich", meinte Müller in diesem Zusammenhang.

Laut dem Sportdirektor liegen Rapid für Beric Angebote vom englischen Zweitligisten Reading und vom französischen Oberhaus-Club St. Etienne vor. Dennoch hoffen die Grün-Weißen auf einen Verbleib des Stürmers und legten ihm eine Vertragsverlängerung um ein Jahr bis 2019 ohne Ausstiegsklausel vor. "Wir müssen und wollen ihn nicht verkaufen, aber wir möchten auch, dass von ihm eindeutig ein Bekenntnis zu Rapid da ist. Wir haben ihm sportlich und auch wirtschaftlich einiges zu bieten", sagte Müller.

Eine endgültige Entscheidung in dieser Angelegenheit sei in der kommenden Woche zu erwarten, erzählte der Sportdirektor und bezeichnete gleichzeitig einen Wechsel von Schaub noch vor dem Ende der Transferzeit am 31. August als "völlig ausgeschlossen".

Barisic gab sich im Zusammenhang mit den Spekulationen rund um Beric gelassen. "Diese Sache sorgt innerhalb der Mannschaft nicht für Unruhe", betonte der Wiener.

Für seine Truppe gab es nach dem Grödig-Match großes Lob vom Trainer der Gäste. "Rapid ist richtig gut und hat wahnsinnig viel Selbstvertrauen. Wir haben gegen die im Moment beste Mannschaft Österreichs verloren", meinte Peter Schöttel, der sich allerdings über die Entstehung des ersten Gegentores ärgerte. "Da hat es aus meiner Sicht ein klares Foul von Prosenik gegeben."