Erstellt am 03. Mai 2015, 16:34

von APA/Red

Stuttgart-Coach Stevens trotz 2:3 bei Schalke kämpferisch. Trotz der prekären Lage am Tabellen-Ende der deutschen Fußball-Bundesliga will sich der VfB Stuttgart nicht geschlagen geben. Trainer Huub Stevens gab sich nach der unglücklichen 2:3-Niederlage am Samstag auf Schalke kämpferisch.

Auch die Spieler des Schlusslichts sprechen sich mit Durchhalteparolen Mut zu.

"Man muss weitermachen. Wir werden nicht die restlichen drei Spiele einfach weggeben", verkündete der Stuttgart-Coach. Gefeiert von den Schalker Fans wirkte Stevens trotz der drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz erstaunlich zuversichtlich und verzichtete auf Strafpredigten für seine Profis.

Stevens: "Glaube an meine Mannschaft"

Hoffnung schöpfte der frühere Salzburg-Betreuer aus dem engagierten Auftritt seiner Elf, die Mitte der zweiten Hälfte gegen verunsicherte Schalker noch wie der sichere Sieger wirkte. Es werde zwar nun "sehr schwer", das Team wieder aufzubauen, räumte Stevens ein. "Aber das kriegen wir wieder hin. Ich glaube nach wie vor an meine Mannschaft", betonte der Niederländer. Für seine Mission fühlt sich Stevens nach wie vor bereit. "Wenn der Verein meint, ein anderer kann es besser, dann muss er die Entscheidung treffen. Aber ich werde jeden Tag kämpfen."

Ausgerechnet ein Eigentor von Florian Klein (89.) sorgte für die späte Entscheidung zugunsten von Schalke. Der Frust des ÖFB-Teamspielers, der einen Schuss von Kevin-Prince Boateng ins eigene Tor lenkte, war nach der vierten Auswärtspleite in Folge groß. "Am Ende haben wieder nichts mitgenommen, das ist sehr enttäuschend."

Dutt: "Niederlage wieder einmal selbstverschuldet"

Wie beim 2:2 gegen Freiburg vor einer Woche verspielte der VfB erneut eine Führung, weil sich immer wieder kapitale individuelle Fehler einschleichen. "Die Niederlage war mehr als unglücklich und wieder einmal selbstverschuldet", analysierte Sportchef Robin Dutt.

So wird es immer schwieriger, in den zwei folgenden Heimpartien gegen Mainz 05 und den Mitkonkurrenten Hamburger SV sowie im Saison-Finale beim SC Paderborn noch das Happy End zu schaffen. Nicht zuletzt wegen des Restprogramms und der auf Schalke gezeigten Moral sprach Martin Harnik, der das zwischenzeitliche 1:1 erzielte, aber vom "sehr realistischen" Klassenverbleib. "Ich bin komplett überzeugt, dass wir das packen", sagte der Offensivspieler. Auch sein Landsmann Klein verbreitete Optimismus: "Wir haben noch drei Endspiele vor uns. Zu negativ zu sein, ist nicht gut für uns."