Erstellt am 26. April 2014, 12:27

G-7 kündigen weitere Sanktionen gegen Russland an. Die sieben führenden Industrienationen wollen in der Ukraine-Krise mit weiteren Sanktionen den Druck auf Russland erhöhen.

Die Staats- und Regierungschefs der Gruppe hätten sich darauf geeinigt, "zügig" vorzugehen, um "zusätzliche Sanktionen gegen Russland zu verhängen", hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung. Auch die EU will weitere Sanktionen verhängen. Der "Preis für die Aktionen Russlands" müsse erhöht werden, hieß es in der Erklärung der G-7. Ziel sei es, im kommenden Monat "erfolgreiche, friedliche und demokratische" Präsidentschaftswahlen in der Ukraine zu ermöglichen.

Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters könnten einige der Strafmaßnahmen bereits am Montag in Kraft treten. Dabei müssten die Sanktionen "nicht notwendig identisch sein". Jedem Land sei die Entscheidung darüber selbst überlassen. Der stellvertretende Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, Ben Rhodes, sagte dazu, die US-Sanktionen könnten Vertreter des "Energie- und Bankensektors" treffen. Diese hätten "Einfluss auf die russische Wirtschaft".

Der G-7 gehören neben Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA auch Italien, Japan und Kanada an. Die Länder lobten in ihrer Erklärung die "Zurückhaltung" der ukrainischen Regierung im Konflikt mit den prorussischen Milizen, die in mehreren Städten im Osten der Ukraine Verwaltungsgebäude besetzt halten.

Die EU werde am Montag eine Liste mit 15 weiteren russischen Personen veröffentlichen, die für die Unruhen in der Ukraine verantwortlich gemacht und nun mit Strafmaßnahmen belegt würden, so mehrere mit den Plänen vertraute Personen zur Agentur Reuters am Freitagabend.