Erstellt am 31. Mai 2014, 20:56

"Garten der Lüste". Der "Garten der Lüste" vor dem Wiener Rathaus anlässlich des 22. Life Balls hat sich Samstagabend in ein Blütenmeer verwandelt.

 Bereits am späten Nachmittag flanierten die ersten Gäste am gesperrten Ring und schauten bei der letzten Probe vor der Eröffnung am Abend zu.

Noch einige Schwierigkeiten mussten die Debütanten meistern, so Choreograf Thomas Schäfer-Elmayer. Denn bei den Proben in der Stadthalle habe es mehr Platz gegeben. Der Benimm-Papst versprach eine "Überraschung" für die Eröffnung. "Ich hoffe, es gelingt", sagte er im APA-Gespräch.

Conchita ist Stargast

Der zentrale Teil des Auftakts ist der Einzug der 200 Debütanten in blütenweißen Kostümen als "Gärtner" oder "Gärtnerinnen der Lüste". Unter den Jungherren und -damen ist wie jedes Jahr ein gleichgeschlechtliches Paar, das als Symbol dafür steht, dass weltweit nur rund ein Prozent aller Betroffenen von HIV/Aids homosexuell ist.

Den Höhepunkt des Abends dürfte der Auftritt von Song-Contest-Gewinnerin Conchita Wurst bilden. Sie will am Ende der Eröffnungsshow ihr Siegerlied "Rise Like a Phoenix" zum Besten geben. Neben Wurst schritten Sänger Ricky Martin sowie die Schauspieler Marcia Cross und Billy Zane über den roten Teppich. Auch Ex-US-Präsident Bill Clinton wohnt dem Event bei.

"Das Statement schlechthin"

Marcia Cross nahm das heurige Motto sehr persönlich: "Meine Tochter heißt Eden, deshalb muss ich an sie denken." Die US-Amerikanerin freute sich auf "ein Fest des Lebens".

"Der Life Ball ist das Statement schlechthin", meinte Schauspielerin Sonja Kirchberger. Es sei einmalig, dass so viele Menschen zum Feiern zusammenkommen, die sich auch des Hintergrundes bewusst sind. "Das gibt es auf der ganzen Welt sonst nicht", so die "Venus-Falle".

Am Abend wurden auch die ersten Ergebnisse der Versteigerung auf der Aids Solidarity Gala bekannt. So wurde das Original-Sujet des umstrittenen Life-Ball-Plakats von David LaChapelle um 180.000 Euro versteigert, der von dem Künstler designte Audi für 110.000 Euro. Ein Gemälde von Gottfried Helnwein wechselte für 70.000 Euro den Besitzer, und für eine Expedition zum Nordpol gab es 25.000 Euro.