Erstellt am 24. Juni 2014, 13:20

Gas-Vertrag zwischen OMV und Gazprom fix. OMV-Generaldirektor Gerhard Roiss und Gazprom-Chef Alexej Miller haben am Dienstag in Wien den Bau des österreichischen Abschnitts der Gaspipeline South Stream vertraglich fixiert, die ab 2017 russisches Gas bis nach Österreich bringen soll.

Die Vertragsunterzeichnung erfolgte im Rahmen des umstrittenen Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Österreich. Die Pipeline selbst ist wegen des Ukraine-Konflikts derzeit sehr umstritten. Die EU-Kommission möchte das Projekt aus politischen Gründen auf Eis legen. Bulgarien - das auf russisches Gas angewiesen ist - hat zudem den Bau nach Druck aus Brüssel vorerst gestoppt. Die österreichische OMV hält aber an dem Projekt, mit dem die unsichere Verbindung durch die Ukraine umgangen werden soll, unbeirrt fest: "Es handelt sich um eine Investition in die Sicherheit der Energieversorgung Europas", sagte OMV-Chef Roiss.

Rechtlich argumentiert Brüssel damit, dass es nach den EU-Regeln unzulässig sei, dass die Gazprom als Erdgaslieferant auch den Zugang zur Pipeline kontrolliert. OMV-Chef Roiss sieht das anders: "South Stream wird dem Europäischen Recht voll entsprechen", betonte er.