Erstellt am 03. August 2016, 11:26

Sport "Gefahrenherd Nummer eins" der Unfallstatistik. Stündlich erleiden rund 100 Menschen in Österreich einen Unfall. "Gefahrenherd Nummer eins" ist laut Daten der Allianz Versicherung der Sport, gefolgt von Arbeitsplatz sowie Heim und Garten.

 |  APA (Symbolbild/dpa)

"In der Freizeit ereignen sich drei von vier Unfällen", erläuterte Kurt Benesch, Geschäftsführer des Allianz Kundenservice. Beim Sport lauert mit einem Anteil von 33,5 Prozent die größte Gefahr.

Auf Position zwei finden sich mit 26,1 Prozent Arbeitsunfälle. Knapp dahinter liegen Unglücke, die sich zu Hause oder im eigenen Garten ereignen (25,3 Prozent). Abseits von Sport und Garten ereignen sich weitere 9,6 Prozent aller Unfälle in der Freizeit, was in der Wertung Rang 4 bedeutet. An fünfter Stelle folgen Kfz-Unfälle mit verletzten Personen (5,5 Prozent).

Für die Statistik wurden die Leistungsfälle des Versicherungskonzerns in den Jahren 2007 bis 2015 analysiert. Dabei zeigten sich große regionale Unterschiede bei der Verteilung der Risiken. In allen Bundesändern korreliere das Verhältnis von Versicherten mit der Bevölkerungsdichte, nur in Tirol sei die Zahl der Allianz-Versicherungsnehmer etwas höher, aber nicht statistisch signifikant, daher seien die Konzerndaten dennoch auf Österreich insgesamt umlegbar, hieß es.

Bei rund jedem fünften Unfall (21,3 Prozent) hatte die verletzte Person ihren Wohnsitz in Tirol, das damit demnach österreichweit in Sachen Risiko an der ersten Stelle rangierte. Es folgten Oberösterreich mit 16,1 Prozent und Niederösterreich (14,8 Prozent). Wien (4,5 Prozent) und das Burgenland (3,2 Prozent) belegten in diesem Ranking die beiden letzten Plätze.

Während sich in Tirol 41 Prozent - der Höchstwert in Österreich - aller Unfälle beim Sport ereignen, seien es in der Steiermark 23,9 Prozent. Die Steiermark (33,5 Prozent) ist mit Kärnten (30,3 Prozent) wiederum jenes Bundesland, wo Arbeitsunfälle die häufigste Unglücksursache darstellen. Zu Hause oder im Garten seien die Burgenländer mit 29,7 Prozent am stärksten gefährdet, während es in Wien (17,7 Prozent) österreichweit die wenigsten Vorfälle im privaten Bereich gebe. Kfz-Unfälle befinden sich in der Allianz-Statistik überall an letzter Position.

Im Jahresverlauf seien die Wintersport-Monate am gefährlichsten: Im ersten Quartal ereignen sich mit Abstand die meisten Unfälle. Der August folgt mit 9,1 Prozent auf dem vierten Rang. Am sichersten sei es im November (sechs Prozent).