Erstellt am 08. September 2014, 10:05

Gefechte trotz Feuerpause in der Ostukraine. Trotz einer vereinbarten Waffenruhe ist es im ostukrainischen Krisengebiet erneut zu Gefechten und Artilleriebeschuss gekommen.

Bewohner der Städte Donezk und Mariupol berichteten am Montag in der Früh von Detonationen und Schüssen in den Vororten. Die prowestliche Führung in Kiew und die moskautreuen Separatisten beteuerten, sich an die Feuerpause zu halten.

Verhängung des Ausnahmezustands sei nicht zu vermeiden

Militärexperten zufolge könnten die Provokationen aber von regierungsnahen Freiwilligenbataillonen sowie von Freischärlern in Reihen der Aufständischen kommen. Die Separatisten ließen unterdessen wie vereinbart weitere Regierungskämpfer aus der Gefangenschaft frei.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko besprach unterdessen bei einem Telefonat mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel die Lage. Beide hätten sich dafür ausgesprochen, dass die Waffenruhe von unabhängiger Seite kontrolliert werden müsse, teilte das Präsidialamt in Kiew mit.

Dem ukrainischen Regierungschef Arseni Jazenjuk zufolge ist die Verhängung des Ausnahmezustands in der Ostukraine nicht zu vermeiden, sollte die derzeitige Feuerpause scheitern. „Unsere westlichen Partner werden uns dann zwar kritisieren, aber es gibt keine Alternative", sagte Jazenjuk dem ukrainischen TV-Sender 1+1.