Erstellt am 21. August 2015, 20:55

von APA/Red

Innsbruck nach 1:0 weiter in Erste Liga voran. Der FC Wacker Innsbruck und Kapfenberger SV sind an der Spitze der Fußball-Erste-Liga weiter im Gleichschritt unterwegs.

FC Wacker Innsbruck feierte 1:0-Heimsieg  |  NOEN, APA (Leodolter)

Die Tiroler feierten am Freitag in der sechsten Runde einen schmeichelhaften 1:0-Heimsieg gegen den SC Austria Lustenau und verteidigten damit Platz eins. Der erste Verfolger aus der Obersteiermark hält nach einem 3:0-Erfolg bei Schlusslicht FAC ebenfalls bei 13 Zählern.

SK Austria Klagenfurt fehlen zwei Punkte

Dem drittplatzierten Aufsteiger SK Austria Klagenfurt fehlen nach einem 1:1-Remis beim SKN St. Pölten nun zwei Punkte auf die Tabellenspitze. Der viertplatzierte LASK hatte im Abendspiel gegen SV Austria Salzburg noch die Chance, mit dem vierten Sieg im sechsten Spiel nach Punkten mit den beiden Topteams gleichzuziehen.

Am anderen Ende der Tabelle kassierte der FAC die sechste Schlappe in Folge, für Coach Peter Pacult wird die Situation damit immer brenzliger. Vor allem auch, da der Vorletzte SC Wiener Neustadt mit einem 1:0 beim FC Liefering über den ersten Torerfolg sowie Sieg in der laufenden Saison jubeln durfte.

Die Tiroler konnten ihr Selbstvertrauen im Tivoli Stadion überhaupt nicht auf dem Platz zeigen. Die Lustenauer waren aggressiver, präsenter und hätten auch in Führung gehen müssen. Seifedin Chabbi scheiterte an der Latte und nach einem groben Hölzl-Schnitzer setzte Pius Grabher den Nachschuss hauchdünn neben das Tor (23.). Das rächte sich wenige Minuten später. Nach Säumel-Eckball war Christoph Freitag (30.) per Kopf erfolgreich, allerdings mit tatkräftiger Mithilfe von Goalie Christopher Knett, dem der Ball durch die Hände glitt. Der Spielverlauf war damit auf den Kopf gestellt.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielgeschehen, die Innsbrucker kamen nicht wirklich in die Zweikämpfe und boten eine enttäuschende Vorstellung. Den dritten Ligasieg in Folge brachten sie aber mit Glück trotzdem über die Zeit. Den vor allem nach der Pause vehement auf den Ausgleich drängenden Vorarlbergern fehlte die nötige Effizienz, sie halten damit weiter bei neun Zählern.

Ereignisarme erste Hälfte in St. Pölten

In St. Pölten bekamen die Zuschauer eine ereignisarme erste Hälfte geboten. Nach dem Seitenwechsel legten die Klagenfurter vor. Nach einem Freistoß war der Kroate Domagoj Beslic (59.) per Kopf erfolgreich. Die Klagenfurter haben damit im August weiterhin alle Tore per Kopf erzielt. Wohl auch dank einer Schiedsrichterentscheidung kamen die Niederösterreicher aber noch zu einem Punktgewinn.

In der 73. Minute gerieten Klagenfurts Daniel Kerschbaumer und St. Pöltens Jefferson aneinander, Gerhard Grobelnik zeigte daraufhin aber nur dem Gäste-Spieler wegen einer Tätlichkeit Rot, Jefferson kam glücklich mit Gelb davon. Durch die numerische Überlegenheit hatten die Gastgeber mehr Platz und nützen das auch aus. Lukas Thürauer (79.) rettete seiner Truppe noch ein Remis. Das war wenig verwunderlich. St. Pölten ist ja diese Saison daheim sieglos, Klagenfurt auswärts, beide Serien gingen also weiter.

Nach fünf Partien ohne Torerfolg und mit nur einem Punktgewinn gelang Absteiger Wiener Neustadt ein Befreiungsschlag. Dank eines Treffers von Sturm-Graz-Leihgabe Danijel Klaric (75.) setzte sich die Kreissl-Elf in Grödig gegen Liefering durch. Die "Jungbullen" hatten ein klares Übergewicht, konnten daraus aber kein Kapital schlagen und kassierten die erste Heimniederlage. Wiener Neustadt fehlen damit nur noch zwei Punkte auf den ersten Nichtabstiegsplatz, den die bisher enttäuschenden Lieferinger einnehmen.

Der FAC rutschte noch weiter in die Krise. Nach vorne fehlte vor der Pause die nötige Durchschlagskraft und hinten leistete sich die Abwehr grobe Schnitzer. Nach Meusburger-Hereingabe konnte Maximilian Ritscher (37.) aus etwas mehr als elf Metern völlig frei stehend einschießen. Dem noch nicht genug, setzte sich Dominik Frieser (44.) im Strafraum durch und erhöhte kurz vor dem Pausenpfiff auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Wiener verbessert, ein Torerfolg gelang aber nicht. Und Christian Bubalovic (68.) machte per Kopf endgültig alles klar.