Erstellt am 15. Mai 2015, 15:31

von APA/Red

Kartnig bleibt nach OLG-Entscheidung weiter in Haft. Ex-Sturm Graz-Präsident Hannes Kartnig bleibt weiter in Haft. Das Oberlandesgericht (OLG) Graz gab seiner Beschwerde nicht statt, wie am Freitag vom Gericht mitgeteilt wurde. Dabei war es um die Abweisung des Antrages auf vorzeitige bedingte Entlassung gegangen.

Das bedeutet, dass Kartnig untertags arbeiten kann, aber weiterhin abends ins Freigängerhaus der Justizanstalt Graz Jakomini muss.

Kartnigs Anwalt Roland Kier hatte bereits am Mittwoch erklärt, er rechne damit, dass die Entscheidung des OLG nicht zugunsten seines Mandaten ausgefallen sein dürfte. Er rechne eher damit, dass das OLG der Entscheidung des Straflandesgerichtes folge, so Kier. Dieses hatte die vorzeitige Entlassung nach zwei Drittel der Haft von Kartnig abgelehnt. Mitte Mai hatte Kartnig zwei Drittel seiner Strafe verbüßt, für das letzte Drittel hatte er Entlassung auf Bewährung beantragt.

OLG: "Schwerwiegend getrübtes Vollzugsverhalten"

Das OLG begründete seine Entscheidung "auf Basis der Gesamtwürdigung aller für die bedingte Entlassung maßgeblichen Umstände". Dazu zähle u.a. die Art der Tat, welche der schweren Finanzkriminalität zuzuordnen ist, die "nicht besonders günstigen Zukunftsaussichten und dem schwerwiegend getrübten Vollzugsverhalten" Kartnigs sowie eine "spezialpräventiv ungünstige Prognoseentscheidung".

Der wegen Finanzvergehen zu 15 Monaten Haft verurteilte Ex-Sturm Graz-Präsident hatte ursprünglich eine Fußfessel getragen, diese Hafterleichterung war ihm Ende Oktober 2014 wegen eines Opernbesuchs und eines Restaurantbesuchs zu seinem Geburtstag in Wien Mitte bzw. Ende Oktober wieder entzogen worden.