Erstellt am 09. Oktober 2014, 15:43

Geschlossenes Cockpit für F1-Piloten eine Option. Nach dem schweren Unfall von Jules Bianchi sind geschlossene Cockpits für die Formel-1-Piloten durchaus eine Überlegung wert.

"Es kann eine Option sein", sagte Williams-Pilot Felipe Massa, der vor über fünf Jahren in Ungarn einen Crash hatte, nachdem ihm eine Metallfeder gegen den Helm gekracht war. Die Fahrer der Formel-1-Pilotengewerkschaft wollen am Freitag über mögliche Maßnahmen diskutieren.

"Wir müssen dort unsere nächsten Schritte bereden, wie wir den Sport unterstützen können, damit er noch sicherer wird", sagte der aktuelle WM-Zweite Nico Rosberg von Mercedes am Donnerstag in Sotschi. Welche Möglichkeiten genau besprochen werden sollen, sagte Rosberg nicht. Es gebe bestimmte Themen, er wolle aber nicht darauf eingehen, betonte der 27-Jährige.

Rosberg und seine Kollegen waren noch sichtlich berührt von den Geschehnissen am vergangenen Sonntag, als sich Bianchi bei seinem Unfall in Suzuka schwere Kopfverletzungen zugezogen hatte. Man wolle nun auch noch ein Zeichen setzen für "Jules und dessen Familie", kündigte Rosberg vor dem Grand Prix von Russland an.

"Wir sind im Jahr 2014. Warum sollte man nicht darüber nachdenken. Alle schlimmen Unfälle im Motorsport führten in der jüngsten Vergangenheit zu Kopfverletzungen", befand Ferrari-Pilot Fernando Alonso in Sotschi.

Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel betonte, dass er diesbezüglich "gemischte Gefühle" habe. Das offene Cockpit sei eines der besonderen Merkmale der Formel 1. "Es gibt aber auch genügend Gründe, sich mit dem geschlossenen Cockpit in der Zukunft zu beschäftigen", sagte der 27-jährige Red-Bull-Pilot.