Erstellt am 23. April 2016, 15:02

Geständnisse nach Vergewaltigung am Praterstern. Nach der brutalen Vergewaltigung einer 21-jährigen Studentin am Wiener Praterstern in der Nacht auf Freitag sind die drei festgenommenen Burschen zumindest teilweise geständig.

 |  NOEN, APA

Einer gab nach wie vor an, sich wegen seiner Alkoholisierung an nichts erinnern zu können, wie es am Samstag aus Ermittlerkreisen hieß. Ein weiterer hat die Frau nach eigener Aussage festgehalten, aber nicht vergewaltigt.

Der dritte der afghanischen Asylwerber im Alter zwischen 16 und 17 Jahren hatte die Tat am Freitag zugegeben. "Keiner leugnet, dort gewesen zu sein", erfuhr die APA am Samstag weiter. Jener, der sich nicht an die Tat erinnern will, sagte außerdem, dass es dennoch "schon so gewesen sein könnte".

Die Burschen befanden sich am Samstag weiterhin in Polizeigewahrsam. Die zwei 16-Jährigen und der 17-Jährige sollten noch einmal mit Dolmetscher einvernommen werden. Ein Antrag auf Verhängung von Untersuchungshaft wurde vorerst noch nicht eingebracht.

Polizeisprecher Roman Hahslinger hatte am Freitagabend in der ORF-Sendung "Wien heute" zunächst von einem Geständnis berichtet. Alles spreche dafür, dass es sich bei den drei Festgenommenen um die Täter handelt. Demnach gab es eine Gegenüberstellung mit allen drei Tatverdächtigen. "Sie wurden vom Opfer eindeutig wiedererkannt." Polizisten hatten die Burschen außerdem vom Tatort weglaufen sehen. Die Teenager wurden kurze Zeit später in der Nähe des Pratersterns festgenommen.

Die 21-Jährige hatte am Freitag kurz vor 1.00 Uhr am Heimweg die Toilette am Bahnhof Praterstern in Wien-Leopoldstadt aufgesucht. Dort kam es zu dem Übergriff, bei dem einer der Täter die Frau festhielt, während die anderen die junge Frau nacheinander vergewaltigten.

Die Studentin wurde fest mit dem Oberkörper zu Boden gedrückt und ihr Kopf mehrmals gegen die WC-Schüssel geschlagen. Zunächst hatten alle drei Festgenommenen ausgesagt, alkoholisiert gewesen zu sein und sich an nichts erinnern zu können. Das Opfer wurde in ein Spital gebracht, eine stationäre Versorgung lehnte sie ab.