Erstellt am 13. September 2014, 10:14

von APA/Red

Gewerkschaft bei Schulautonomie gesprächsbereit. Die Lehrergewerkschaft hat gesprächsbereit auf den Plan von SPÖ-Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek reagiert, wonach Schulen künftig über die Dauer bzw. Verteilung der Unterrichtseinheiten selbst entscheiden sollen.

Konkret geht es um die flexible Gestaltung der derzeitigen 50-Minuten-Einheiten. Zugleich stellte die Gewerkschaft aber auch Forderungen an die Ministerin.

"Man kann sicher nicht jegliche zeitliche Regelung abschaffen. Da hängt alles vom Gesamtkonzept ab", sagte Pflichtschullehrer-Gewerkschafter Paul Kimberger (FCG). Es brauche ein alternatives pädagogisches und organisatorisches Konzept, forderte er.

Mehr Geld für Personal

Konkret denkt Kimberger da an mehr Lehrer und mehr Unterstützungspersonal. Zusätzlichen Geldbedarf vor allem für Personal sah auch AHS-Lehrervertreter Eckehard Quin (FCG) im Ö1-"Morgenjournal". Er verwies auch darauf, dass zu lange Unterrichtseinheiten Schüler überfordern könnten und gab zu bedenken, dass Projekttage, die von der üblichen Unterrichtszeit abweichen, am Land zu organisatorischen Problemen bei der An- und Abreise führen könnten.

Beide Gewerkschafter betonten, dass es ein ganzes Schulautonomie-Paket brauche, etwa auch mit mehr Freiheit bei der inhaltlichen Schwerpunktsetzung an den Schulen. Heinisch-Hosek hatte angekündigt, bei der Regierungsklausur Ende September ein Schulautonomie-Paket vorlegen zu wollen. Die ÖVP hat sich bisher bedeckt gehalten.