Erstellt am 23. Juli 2015, 12:38

Graz ist die Hauptstadt des Fahrraddiebstahls. Graz ist die Hauptstadt des Fahrraddiebstahls. Dort kommen auf 1.000 Einwohner 10,5 Räder auf illegale Weise abhanden. In Innsbruck sind es 10,0, in der Stadt Salzburg 9,8. Das gab der Verkehrsclub Österreich auf Basis von Zahlen des Innenministeriums für das Jahr 2014 am Donnerstag bekannt.

 |  NOEN, APA (epa)

Im Ranking der Landeshauptstädte folgen Klagenfurt mit 9,7 Fahrraddiebstählen pro 1.000 Einwohner, Bregenz mit 9,5 und Linz mit 9,3. Weit geringer ist die Quote in Wien, wo 5,3 gestohlene Räder auf 1.000 Einwohner kommen und in Sankt Pölten mit 5,2. Das Schlusslicht bildet Eisenstadt, wo zwei Fahrraddiebstähle auf 1.000 Einwohner kommen.

Dass Räder speziell in Städten Gefahr laufen, illegal den Besitzer zu wechseln, zeigt die Diebstahlsquote für Österreich, die bei 3,3 liegt. "Je kleiner der Ort, umso sicherer das Fahrrad", konstatierte der VCÖ auch anhand von Ergebnissen einer von ihm in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage unter Radfahrern. Demnach sagten 76 Prozent jener, die in Orten mit maximal 5.000 Einwohnern leben, dass ihnen noch nie ihr Rad gestohlen wurde, aber nur 52 Prozent der Bewohner von Landeshauptstädten und Wiener.

Im vergangenen Jahr sind in Österreich 28.274 Fahrrad-Diebstähle angezeigt worden. In welchem Ausmaß die Statistik die Realität abbildet, ist fraglich. Denn aus einer Befragung von 2.500 Rad-affinen Personen durch den VCÖ ging nach Angaben des Verkehrsclubs hervor, dass nur zwei Drittel der Betroffenen den Diebstahl angezeigt haben. Die Experten wiesen auch darauf hin, dass zumindest bei jedem dritten Diebstahl das Rad schlecht gesichert war. 26 Prozent der Radfahrer sagten dem VCÖ, dass sie einmal Opfer eines Bike-Diebstahls wurden, weitere zehn Prozent zumindest zweimal.