Erstellt am 26. März 2015, 15:41

von APA Red

Mögliche Jihad-Unterstützung: Drei Mädchen in U-Haft. Drei Mädchen aus Graz sitzen seit Montag in U-Haft in der Justizanstalt Jakomini: Sie hatten offenbar die Ausreise nach Syrien geplant, um dort zu heiraten und den Jihad zu unterstützen.

Auf die jungen Frauen im Alter von 15, 16 und 19 Jahren war die Polizei über die im Jänner verhafteten Mädchen aus Salzburg und Oberösterreich gestoßen, hieß es am Donnerstag seitens der Staatsanwaltschaft Graz.

Die drei tschetschenischen Mädchen hatten telefonischen Kontakt mit den minderjährigen Frauen aus den Nachbarbundesländern sowie mit Männern in Syrien, bestätigte Staatsanwalt Christian Kroschl einen Bericht der "Kronen Zeitung". Alle hatten demnach eine Heirat mit IS-Kämpfern geplant, die 16-Jährige aus Graz soll sogar schon via Skype ein Eheversprechen abgegeben haben.

Beteiligung im Versuchsstadium

Laut Kroschl hatte die 19-Jährige ihre Ausreise per Flugzeug von Wien aus für den 24. April geplant und dafür sogar schon ein Ticket gekauft. Die Mädchen - eine von ihnen macht eine Friseur-Lehre, die anderen beiden sind Schülerinnen - müssen nun bis zumindest 7. April in Untersuchungshaft bleiben. Ihnen wird die Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen, sie sei jedoch im Versuchsstadium geblieben. Die Mädchen waren bereits am Freitag vergangener Woche festgenommen worden.

Auch in Wien kam es Donnerstagfrüh im Bezirk Meidling zu einer Festnahme. Laut Staatsanwaltschaft wollten die Verdächtigen im Jahr 2014 für eine Terrororganisation in Syrien kämpfen. Weitere Angaben wurden nicht gemacht.

In der Wachaumetropole Krems wurde laut ORF Niederösterreich ein Mann verhaftet, der in Syrien für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gekämpft haben soll, beim zweiten soll es sich um einen Mitläufer handeln. Der Zugriff erfolgte dem Bericht zufolge gegen 4.30 Uhr durch Beamte der Spezialeinheit Cobra. Die Verdächtigen seien in einer Wohnung nahe des Kremser Bahnhofs im Schlaf überrascht worden. Das Landesamt für Verfassungsschutz habe die Durchsuchung der Räume übernommen. Die Staatsanwaltschaft Krems bestätigte lediglich, dass es einen Polizeieinsatz gegeben habe.