Erstellt am 11. Mai 2016, 23:15

Grödig muss nach Niederlage gegen Salzburg absteigen. Fußball-Bundesliga-Schlusslicht SV Grödig steht als Absteiger fest. Die Grödiger verloren am Mittwochabend ihr Heimspiel gegen Meister Red Bull Salzburg 1:2 und werden damit die Saison als Tabellenletzter beenden.

 |  NOEN, APA (Krugfoto)

Mattersburg und Altach retteten sich jedoch jeweils durch ein 1:1 bei Sturm Graz bzw. bei Rapid aus eigener Kraft. Die Austria gewann in Ried 5:0, die Admira siegte in Wolfsberg 2:1.

Nur falls die Admira keine Lizenz für die Saison 2016/17 bekommen sollte, würde Grödig weiterhin erstklassig bleiben. Doch dieser letzte Hoffnungsschimmer könnte schon am Freitag schwinden, falls das Protestkomitee den Niederösterreichern die Spielgenehmigung für das heimische Oberhaus in zweiter Instanz erteilen sollte.

Gegen Salzburg ging das Schlusslicht zwar entgegen dem Spielverlauf durch Daniel Schütz in der 15. Minute in Führung. Doch Takumi Minamino (31.) und Dimitri Oberlin (72.) sorgten mit ihren Treffern noch für den hochverdienten Erfolg der Gäste. Mukhtar hätte nach Stanglpass des eben erst eingewechselten David Atanga auf 3:1 stellen müssen (80./vorbei). Auch Atanga selbst ließ eine weitere Topchance aus (84.). Die beste Ausgleichsmöglichkeit der Grödiger resultierte aus einem Freistoß von Roman Kerschbaum, bei dem sich Stankovic mit einer Parade auszeichnete (90.).

Rapid hatte am Mittwoch im letzten Ligaheimspiel im Ernst-Happel-Stadion nur bedingt Grund zum Feiern. Die Hütteldorfer, die schon zuvor den dritten Vizemeistertitel in Folge fix in der Tasche hatten, mussten sich gegen Altach mit einem 1:1 begnügen. Die Vorarlberger sicherten sich damit in der 35. Bundesliga-Runde aus eigener Kraft endgültig den Klassenerhalt. Dass es mit dem 33. Titel der Rapid-Vereinsgeschichte nichts wurde, hat auch mit den Partien gegen Altach zu tun, da holten die Wiener nur fünf von zwölf möglichen Punkten.

Stefan Schwab bewahrte die Wiener beim Happel-Stadion-Abschied vor einer Niederlage, traf in der 88. Minute per Kopf. Altach war durch Kapitän Philipp Netzer (22.) in Führung gegangen. Die Vorarlberger sind nun auswärts schon vier Partien sieglos, dass ist aufgrund des Ligaverbleibs aber zu verschmerzen.

Die Austria hat unterdessen Platz drei in der Bundesliga unter Dach und Fach gebracht. Bei der SV Ried feierten die Wiener am Mittwochabend in der vorletzten Runde einen ungefährdeten 5:0-Auswärtserfolg. Die im Kampf um den Klassenerhalt bereits vor dem Spiel geretteten Innviertler zeigten dabei eine defensiv ungewohnt schwache Vorstellung.

Matchwinner der Austria war Alexander Gorgon, der mit Toren in der 17. und 25. Minute einen Doppelpack verbuchte. Der abwanderungswillige Flügelspieler hält damit bei bereits 19 Saisontreffern und darf sich noch Hoffnungen auf die Torschützenkrone machen. Salzburgs Jonatan Soriano hält vor der letzten Runde bei 21 Toren, kann aufgrund einer Verletzung aber nicht mehr eingreifen. Austrias Erfolg rundeten Raphael Holzhauser per Freistoß (56.), Alexander Grünwald (62.) und Lucas Venuto (87.) ab.

Die Admira eroberte mit einem 2:1-Auswärtssieg beim Wolfsberger AC den vierten Platz, der im Falle einer Niederlage im Cupfinale auch zur Europacupteilnahme berechtigen würde, von Sturm Graz zurück. Durch das Remis der Grazer gegen Mattersburg geht die Admira mit zwei Punkten Vorsprung in die letzte Runde. Matchwinner war der überragende Srdjan Spiridonovic, der die Mannschaft von Ernst Baumeister spät in Führung brachte (74.). Christoph Monscheins Treffer machte alles klar (83.). Der Ehrentreffer durch Tadej Trdina, der sein Comeback nach langer Verletzungspause gab, kam zu spät (92.).

Sturm Graz kam gegen Mattersburg nicht über ein 1:1 hinaus. Damit haben die Steirer nicht nur endgültig den Kampf um Platz drei verloren, sondern müssen auch um Rang vier zittern. Die Mattersburger dürfen sich dagegen wie Sieger fühlen, denn der drohende Abstieg ist endgültig kein Thema mehr. Die Burgenländer sind durch den Punktgewinn aus eigener Kraft gerettet, das 1:2 von Absteiger Grödig gegen Salzburg war bedeutungslos.

Sturm sah nach einem Eigentor von Manuel Prietl (79.) bereits wie der Sieger aus, ehe Nedeljko Malic (91.) mit dem ersten Mattersburg-Tor nach 664 Minuten noch für den verdienten Ausgleich sorgte. Vor der Partie gratulierten die Sturm-Fans ihrem ehemaligen Erfolgstrainer Ivan Osim mit viel Applaus und einem Transparent nachträglich zum 75. Geburtstag. Der Jubilar nahm die Beifallsbekundungen begleitet vom Clubvorstand gerührt auf dem Spielfeld entgegen.