Erstellt am 17. März 2015, 12:17

von APA/Red

Grödig will sich "aus Schlamassel ziehen". Nach sechs Niederlagen en suite steht Grödig am Mittwoch (18.30) im Nachtragsspiel der 21. Bundesliga-Runde gegen den WAC vor eigenem Publikum schwer unter Druck.

Die Rote Laterne ist - bei einer Partie weniger - nur noch zwei Punkte entfernt, 2015 setzte es in fünf Spielen fünf Niederlagen. Trainer Michael Baur will sich "aus dem Schlamassel ziehen".

Nach der desaströsen Vorstellung beim 0:4 zuletzt gegen Rapid könnte man es in Grödig immerhin als gutes Omen werten, dass man auch im Herbst nach sechs Spielen ohne Sieg ausgerechnet mit einem vollem Erfolg gegen den WAC die Wende einleiten konnte. Und auch die Personalsituation hat sich am Untersberg leicht entspannt. Goalie Cican Stankovic, Marvin Potzmann und Stefan Nutz dürften rechtzeitig fit werden, somit fehlen "nur" der gesperrte Innenverteidiger Ione Cabrera sowie die verletzten Tomi und Lucas Venuto.

Baur: "Mannschaft will wieder in die Spur finden"

"Meine Mannschaft ist für die beiden kommenden Spiele voll motiviert und will in heimischer Umgebung unbedingt wieder in die Spur finden", meinte der zuletzt angeschlagen wirkende Baur im Hinblick auf die Spiele gegen den WAC und am Samstag gegen Altach. "Es darf dabei keine Rolle spielen, dass wir gegen den WAC als Außenseiter in die Partie gehen, wir müssen ganz einfach versuchen, uns aus dem Schlamassel wieder herauszuziehen, in den wir uns auch gemeinsam hineinmanövriert haben."

Baur, der zuletzt betonte, eine etwaige Entlassung "nicht verstehen" zu können, richtete einen flammenden Appell an seine Truppe: "Wir müssen von der ersten Minute bis zum Schlusspfiff hellwach sein, verschlafen ist verboten, Konzentration und voller Einsatz sind Pflicht - denn je länger es torlos steht, umso größer ist die Chance, über den Kampf ins Spiel zu finden und auch einen Favoriten zu bezwingen."

Der in die Favoritenrolle gehievte WAC verspürt jedenfalls Aufwind. Das 2:0 gegen Wr. Neustadt am Samstag war der erste Sieg nach drei Schlappen en suite und der erst zweite Dreipunkter in den jüngsten 13 Runden. In dieser Phase rutschten die Kärntner bis auf Platz fünf ab, bei einem Sieg in Grödig winkt die Rückkehr auf Rang vier und ein Ein-Punkte-Vorsprung auf Sturm. Auch Rapid und Altach wären dann mit je drei Punkten Vorsprung wieder in Griffweite.

Kühbauer: "Haben 2015 immerhin zwei Siege geholt"

"Der Sieg war für uns wichtig, extrem notwendig und gut für alle im Club", sagte Kühbauer, für den freilich nicht alles in der jüngeren Vergangenheit so schlecht war. "Wir haben 2015 immerhin zwei Siege geholt." Der Dritte soll in Grödig folgen, die Verfassung der Salzburger dürfe dabei keine Rolle spielen. "Es wäre dumm und grob fahrlässig, zu sagen, der Gegner hat Probleme. In 90 Minuten ist alles möglich." Fehlen werden Kühbauer dabei der erkrankte Routinier Joachim Standfest sowie weiterhin Innenverteidiger Nemanja Rnic (Schulter).