Erstellt am 21. Juli 2014, 05:10

Großbrand in Wohnhaus in Innsbrucks Olympia-Dorf. In einem Wohnhaus im Olympischen Dorf in Innsbruck ist in der Nacht auf Montag ein Brand in einem elfstöckigen Wohnhaus ausgebrochen, wie die Feuerwehrleitstelle entsprechende Berichte von Tiroler Medien bestätigte.

Gegen Mitternacht dürfte der Brand unter Kontrolle gebracht worden sein, so die Feuerwehr. Mehrere Menschen sollen Rauchgasvergiftungen erlitten haben, sie wurden in Spitäler gebracht.

Das Feuer dürfte gegen 22.00 Uhr im Dachbereich des Hauses in der An der Lan-Straße zwischen der B171 und dem Inn ausgebrochen sein. Das Gebäude wurde von den Einsatzkräften geräumt, das Gelände von der Polizei weiträumig abgesperrt. Die Flammen schlugen mehrere Meter in die Höhe, dicker schwarzer Rauch stieg auf, was die Einsatzleitung veranlasste, die Bevölkerung in der Umgebung zum Schließen der Fenster aufzufordern.

Explosion von Gasflaschen

Die Bewohner des Hauses konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Die Innsbrucker Berufsfeuerwehr stand mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz, auch Wehren aus der Umgebung unterstützen die Löscharbeiten. Gegen den Brand am Dach, der auch die darunter liegenden Stockwerke beschädigte, musste unter schwerem Atemschutz vorgegangen werden.

Auf dem Dach sei es zu drei Explosionen von Gasflaschen gekommen, wie ein Polizist der APA mitteilte. Die Flaschen dürften für bevorstehende Flämmarbeiten zusammen mit Teerpappe im Bereich des Flachdaches gelagert worden sein. "Wir sind nach wie vor mit der Brandbekämpfung beschäftigt, wir haben das Feuer aber mittlerweile unter Kontrolle", berichtete Innsbrucks Branddirektor Erwin Reichel gegen Mitternacht laut Online-Ausgabe der "Tiroler Tageszeitung". "Der gesamte Dachstuhl des Hochhauses war vom Brand betroffen, auch darunterliegende Wohnungen wurden zerstört", so Reichel. Über die Brandursache war vorerst nichts bekannt.