Erstellt am 07. August 2015, 10:33

von Gila Wohlmann

Große Hitze ohne Unterbrechung. Sehr heiß und sonnig im Osten, gewittrig im Westen.

 |  NOEN, APA

Die bereits dritte Hitzewelle in diesem Sommer sucht unser Land heim und auch diesmal sind Höchstwerte von bis zu 38 Grad im Flachland zu erwarten. Während im Westen gewitteranfällige Luft lagert, verschärft sich im Osten die Trockenheit. Dadurch besteht hohe Wald- und Flurbrandgefahr, warnt der Wetterdienst UBIMET.

Heiß und gewittrig

Der Zustrom an heißer Luft erreicht dieser Tage seinen Höhepunkt, heute Freitag steigen die Temperaturen laut Wetterdienst UBIMET auf 30 bis 38 Grad mit den höchsten Werten im Wiener Becken und entlang der March. Gewitter sind dagegen zwischen Vorarlberg, dem Pinzgau und Osttirol zu erwarten. „In diesen Regionen kann es kleinräumig zu großen Regenmengen binnen kurzer Zeit kommen, auch Hagel und lokal heftige Böen sind möglich“, sagt Meteorologe Clemens Teutsch-Zumtobel.

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Morgen Samstag bleibt es ähnlich heiß mit 29 bis 38 Grad, selbst auf 2000 m Höhe werden 17 bis 21 Grad erreicht. „Im westlichen und zentralen Bergland werden sich aber schon ab Mittag erste Schauer und Gewitter bilden, die dann in weiterer Folge häufiger und kräftiger werden“, sagt der UBIMET-Meteorologe. Zum Abschluss des Wochenendes bleibt es von Unterkärnten bis ins Weinviertel sehr heiß und trocken bei bis zu 37 Grad. „Zwischen dem Bregenzerwald und der Tauernregion gehen dagegen erneut teils kräftige Schauer und Gewitter nieder, im östlichen Berg- und Hügelland sind es nur einzelne Hitzegewitter.“

Durch die extreme Hitze und dem Mangel an Niederschlag steigt die Wald- und Flurbrandgefahr im Nordosten des Landes weiter an. „Vom Waldviertel bis ins Wiener Becken hat es in den letzten Wochen kaum geregnet, besonders in den sehr trockenen Wäldern besteht hohes Brandrisiko.“

Ein Sommer wie 2003?

Schon jetzt sucht man Vergleiche zu dem damaligen „Jahrhundertsommer“ 2003. „Dieser Sommer vor zwölf Jahren war der heißeste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen. Alle Sommermonate waren überdurchschnittlich temperiert, begonnen hat diese außergewöhnliche Periode aber schon mit einem sehr warmen Mai“, erklärt der UBIMETExperte.

Im diesjährigen Sommer war es bis auf drei Wochen auch stets ausgesprochen warm, inzwischen zählt man die dritte Hitzewelle. „Einen weniger heißen Witterungsabschnitt gab es nur in der letzten Juliwoche. Inzwischen ist auch der August auf dem Weg zu einem ungewöhnlich warmen Monat, denn es bleibt bis in die nächste Woche hinein sehr heiß.“

Wünsch' dir was!

Alljährlich sind in der Zeit zwischen dem 17. Juli und dem 24. August am Nachthimmel vermehrt Sternschnuppen zu sehen. Diese stammen vom Schweif des Kometen Swift-Tuttle und scheinen vom Sternbild des Perseus auszuschwärmen. „Die Perseiden sind vor allem Mitte August gut zu sehen, die Nächte sind schon länger und zwischen 2:00 und 4:00 Uhr früh steht dieses Sternbild hoch über dem Horizont“, weiß der Meteorologe. „Die meisten Sternschnuppen wird es in der Nacht vom 12. auf den 13. August geben, zudem ist fast gleichzeitig Neumond und damit keine störende Lichtquelle am Himmel.“