Erstellt am 15. September 2016, 10:06

von Gila Wohlmann

Uniklinikum St. Pölten polizeilich abgeriegelt!. Sprengstoffkundige Organe stellten verdächtigen Koffer sicher. Mögliche Besitzerin wird einvernommen.

Verdächtiger Koffer sorgte für Polizei-Großeinsatz im Klinikum St. Pölten (Foto). Symbolbild: NÖN  |  NOEN, NÖN

Es blieb nicht unbemerkt: Ein Großeinsatz der Polizei lief am Donnerstagmorgen in der Landeshauptstadt.  „Ein verdächtiger Koffer wurde gegen 8.27 Uhr im Eingangsbereich des Universitätsklinikums St. Pölten entdeckt“, bestätigt Polizeisprecher Johann Baumschlager auf NÖN-Anfrage.

Verschleierte Frau als Besitzerin des Gepäckstücks

Polizeisprecher Johann Baumschlager  |  Gila Wohlmann

Laut Baumschlager wurde das Areal umgehend polizeilich abgeriegelt, sprengstoffkundige Organe rückten aus und stellten den Koffer sicher. Mittlerweile wurde auch eine Person polizeilich angehalten, die den Koffer abgestellt haben könnte.

Mehr wollte die Polizei derzeit noch nicht sagen. „Die Ermittlungen und Einvernahmen laufen“, hielt Baumschlager fest.

Bei der möglichen Besitzerin des Koffers handelt es sich um eine verschleierte Frau. „Derzeit erfolgt die Einvernahme mittels Dolmetscher“, informierte Baumschlager.

„Aufgrund eines TV-Berichts am Vortag, bei dem es darum ging, dass auch Frauen für Terroranschläge rekrutiert würden ist die Bevölkerung derzeit sehr sensibilisiert“ und man agiere auf allen Ebenen sehr vorsichtig, sagte Baumschlager am Vormittag gegenüber NÖN.at.

„Es liegt kein strafrechtlicher Tatbestand vor. Die Dame hat nur, während sie sich auf Therapie begab, den Koffer dort abgestellt“, resümiert Polizeisprecher Baumschlager. Es gäbe daher keine weiteren Ansätze für polizeiliche Ermittlungen, die Exekutive hätte nur im Sinne der Gefahrenerforschung sofort agiert.

Update: Einsatz wurde mittlerweile beendet

Der Polizeieinsatz ist laut Johann Baumschlager nun beendet. Die verschleierte Frau ist eine Tschetschenin.

„Im Zuge der Ersteinvernahmen gab sie an, sie hätte den Koffer geschenkt bekommen. Weil sie sich zu einer Behandlung begebenen hat, hätte sie, so ihre Ausführungen, den Koffer im Eingangsbereich abgestellt, um ihn nachher wieder zu holen“, berichtet Baumschlager.

Die Untersuchung durch die sprengstoffkundigen Organe hat ergeben, dass der Koffer leer ist.

Im Zuge des Einsatzes wurde nicht das komplette Spital evakuiert. „Wir haben lediglich den Eingangsbereich und die Flächen davor geräumt und großräumig abgeriegelt; auch die Zufahrtsstraßen gesperrt“, so der Polizeisprecher. Mittlerweile sei alles wieder aufgehoben. Weitere Einvernahmen der Frau laufen.