Erstellt am 03. August 2015, 11:47

von APA Red

Grünberg vom Hals abwärts gelähmt - Anteilnahme gibt Kraft. Kira Grünberg ist nach ihrem Trainingsunfall vom Hals abwärts gelähmt.

 |  NOEN, APA (EXPA/Müller)

Darüber haben die Ärzte in Innsbruck am Wochenende die Stabhochspringerin und ihre Familie informiert. Die Schädigungen seien permanent und die Prognosen würden wenig Spielraum für einen positiven Verlauf lassen, teilte Manager Thomas Herzog am Montag mit.

"Die Fraktur des fünften Halswirbels beeinträchtigt die Mobilität sowohl an Beinen, als auch Armen. Sie ist im Moment vom Hals abwärts gelähmt", erklärte Herzog. Grünberg sei bei dem Gespräch geistig voll klar gewesen und habe es den Umständen entsprechend gefasst aufgenommen. Um Gerüchten vorzubeugen, habe man sich nun entschlossen, mit Details über Schädigung und Folgen an die Öffentlichkeit zu gehen.

Die ÖLV-Rekordlerin war am vergangenen Donnerstag beim Training in Innsbruck mit dem Kopf voraus in den Einstichkasten der Stabhochsprunganlage gestürzt. Anschließend wurde Grünberg mehrere Stunden lang in der Universitätsklinik Innsbruck operiert.

Kira bleibt auf der Intensivstation

Die 21-Jährige wird vorerst auf der Traumatologischen Intensivstation in der Universitätsklinik Innsbruck bleiben, weil dort die medizinische Betreuung perfekt auf sie abgestimmt sei, teilte Herzog mit. "Die Familie möchte sich beim Spital, den behandelnden Ärzten und dem Pflegepersonal bedanken, das rund um die Uhr für Kira da ist."

Die medizinischen Fakten seien erschütternd, die Familie schöpfe aus dem tapferen Verhalten der jungen Frau und der großen Anteilnahme aber viel Kraft, meinte Herzog. "Die Hoffnung für die Familie ist, dass Kira wirklich stark damit umgeht. Und es ist eine große Anteilnahme aus der ganzen Welt da. Kira liest die Postings und Nachrichten und bedankt sich bei allen." Weil viele Unterstützung angemeldet hätten und Solidarität mit Kira zeigen, habe die Familie unter eine Spenden-Homepage eingerichtet.

Kira sei eine gut strukturierte Sportlerin gewesen, mit genauem Tagesablauf von 6.30 Uhr bis 22.00 Uhr. Ebenso gut strukturiert habe sie ihr Training durchgezogen, erläuterte Herzog. "Wir hoffen, dass nun derselbe Ansatz von ihr gewählt wird, um mit dem im Moment erschütternden Ergebnis umzugehen. Sie ist eine Sportlerin und Kämpferin, die langfristige Ziele hat. Wenn sie Willen und Konsequenz über Monate und Jahre durchzieht, wird man sicher das bestmögliche Ergebnis erreichen, aber es lässt sich nicht abschätzen, worin das liegt. Die medizinische Prognose ist erschütternd, aber nichts ist in Stein gemeißelt, darin liegt die gesamte Hoffnung."