Erstellt am 05. Mai 2014, 11:52

Grüne auf Stimmenfang für EU-Wahl. Die Grünen sind Montagfrüh von Wien aus auf ihre "Europatour" durch Österreich aufgebrochen.

In den nächsten zwei Wochen wollen sie in den Bundesländern über die Grünen Wahlkampfthemen informieren und das Ohr bei den Bürgern haben. Bundessprecherin Glawischnig rechnet damit, auf der Tour auch innenpolitische Themen zu diskutieren.

Reise mit mehr als 25 Terminen

Die bereits erprobte Dialogtour sei eine gute Gelegenheit für direkte Gespräche mit der Bevölkerung, so Glawischnig beim Tourstart vor dem Parlament. Sie freue sich auch immer, wenn sie ein bisschen aus der Wiener Innenpolitik "raus kommt", erklärte die Parteichefin. "Nicht besser wissen, sondern besser verstehen", erklärte sie weiters das Motto der Reise mit mehr als 25 Terminen.

Themen: Außenpolitik, fossile Brennstoffe, Freihandelsabkommen

EU-Spitzenkandidatin Lunacek interpretierte den strahlenden Sonnenschein als "guten Start" und betonte die Bedeutung der EU als Friedensprojekt. Auch zeige das Beispiel Ukraine, wie wichtig eine gemeinsame Außenpolitik sei: "Wichtig wäre eine neutrale, bündnisfreie Ukraine, die eine Brücke zwischen Ost und West ist." Weitere Anliegen sind ihr der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen sowie die Transparenz bei den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP).

Kritik an Budgetentwurf

Mit Blick auf die Innenpolitik kritisierte Lunacek den Budgetentwurf von Finanzminister Spindelegger. Dieser sei eine "Absage" an eine moderne Bildungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Glawischnig kündigte vor der Abfahrt des Tourbusses außerdem an, zum Ende der Tour das "Geheimnis"über den Inhalt des grünen Koffers - den sie zum Pressetermin zogen - zu lüften.