Erstellt am 30. Juli 2014, 11:32

von APA/Red

Grüne orten bei Familienpolitik "viele Baustellen". "Viele Baustellen" orten die Grünen in der Familienpolitik der Bundesregierung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Familiensprecherin Daniela Musiol bekräftigte daher am Mittwoch die Grünen Forderungen etwa nach einem Papa-Monat auch in der Privatwirtschaft und kündigte ein Modell für die Elternteilzeit für Herbst an.

Die Grünen nutzten die Debatte um geschlechtergerechte Sprache diesmal für ihre familienpolitischen Anliegen. Seit Jahren beschäftige sie sich mit dem Thema Vereinbarkeit: "Da gibt es viele Baustellen." Seitens der Regierungsparteien gebe es lediglich Ankündigungen, "aber wenig tut sich", kritisierte Musiol.

Die Abgeordnete pochte daher etwa auf die Umsetzung eines "automatisierten Papa-Monats", denn diesen gebe es bisher nur im Bundesdienst und hier ohne Entgelt. Weiters forderte sie eine Überarbeitung der Kindergeld-Modelle, seien diese doch "extrem kompliziert". Hier dürfe es etwa keine Benachteiligung von Alleinerzieherinnen geben und es sollte auf alle Familienkonstellationen Rücksicht genommen werden. Neuerungen wollen die Grünen auch bei der Elternteilzeit, hierzu kündigte Musiol eine Initiative für den Herbst an.

Grüne begrüßen Diskussion über Kindergeldkonto

Die von Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) ebenso für Herbst angekündigte Diskussion über das Kindergeldkonto begrüßen die Grünen und pochen auf flexible Möglichkeiten. Wichtig wäre es dabei, die Partnerschaftlichkeit und verschiedenen Familienkonstellationen zu berücksichtigen. Auch sollte dadurch Armut im Alter verhindert werden.

Ein weiteres Anliegen der Grünen betrifft die Kinderbetreuung, wobei sie sich über den Beschluss der 15a-Vereinbarung zum Ausbau erfreut zeigten. Gefordert wird hier allerdings generell ein Bundesrahmengesetz, um einheitliche Qualitätsstandards etwa betreffend Öffnungszeiten sicherzustellen.

Lob für die Bund-Länder-Vereinbarung kam bei der Pressekonferenz auch von der Salzburger Landesrätin Martina Berthold. Sie will unter anderem bessere Rahmenbedingungen für die Pädagogen umgesetzt wissen.