Erstellt am 04. Oktober 2014, 11:37

Häftling irrtümlich drei Jahre zu früh entlassen. Aus der Justizanstalt Garsten in Oberösterreich ist ein wegen Raubes verurteilter Häftling irrtümlich um drei Jahre zu früh entlassen worden, wie die "OÖN" berichteten.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

Grund für die Panne soll eine falsche Computereingabe gewesen sein. In seiner Heimat hat der 30-Jährige nun eine Ladung zum erneuten Haftantritt erhalten. Kommt er der Aufforderung nicht nach, folgt ein europäischer Haftbefehl.

"Das Versehen schmerzt natürlich", so der Leiter der Vollzugsdirektion, General Peter Prechtl. Die betroffenen Mitarbeiter seien aber "an sich gute Leute". Aufgrund des Eingabefehlers berechnete das Gerät ein falsches Entlassungsdatum für den 30-jährigen Serben, der danach mit einem Aufenthaltsverbot belegt wurde.

Ob die Sache ein juristisches Nachspiel hat, steht noch nicht fest. Laut Prechtl wurde routinemäßig eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft geschickt.