Erstellt am 02. Februar 2015, 13:25

Hälfte der Österreicher sind in einem Verein. Mehr als die Hälfte der Österreicher sind Mitglieder in einem Verein - zumindest auf dem Papier.

Denn der Großteil der Mitgliedschaften ist passiver oder ehrenamtlicher Natur. Nur jeder Fünfte ist auch aktiv tätig. Das ergab eine Umfrage des Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung (IFT). Die meisten Mitgliedschaften entfallen auf Sportvereine und das Rote Kreuz.

22 Prozent der Befragten sind Mitglieder in zwei oder drei Vereinen, fünf Prozent sogar in vier oder noch mehreren. Ein Drittel der Vereinsmitglieder ist in einem Sportverein, ein Viertel beim Roten Kreuz, je 22 Prozent entweder bei Gesangs-, Musik und Kulturvereinen oder der Freiwilligen Feuerwehr.

Während 61 Prozent der Männer Mitglieder in einem Verein sind, sind es bei den Frauen nur 53 Prozent. Jüngere Menschen, höher Gebildete und Personen mit höherem Einkommen sind ebenfalls überproportional vertreten.

Vereinswesen erfreut sich wieder zunehmender Beliebtheit

"Der um die Jahrtausendwende verzeichnete Ausstieg aus den Vereinen scheint gestoppt. Das Vereinswesen erfreut sich wieder zunehmender Beliebtheit. Familienbewusstsein und zunehmende Solidarität sind Kennzeichen moderner Lebensstile und die Angebote der Vereine kommen diesen Bedürfnissen entgegen", erläuterte Institutsleiter Peter Zellmann.

Überraschend sei die deutliche Zunahme der Mitgliedschaften bei den "neuen Parteien", weniger überraschend die - wenn auch geringe - Abnahme bei den traditionellen Sportvereinen, denen die Konkurrenz der Fitnessstudios doch anhaltend zu schaffen zu machen scheint, so Zellmann.

Die Daten wurden vom Institut Spectra Marktforschung erhoben. 1.005 Personen wurden repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 15 Jahren befragt.