Erstellt am 15. April 2014, 14:02

Häupl fordert Finanzsicherheit für Unis. Wiens Bürgermeister Häupl hat am Dienstag Unterstützung für die unter anderem von den Uni-Rektoren erhobene Forderung nach Budgetsicherheit für die Universitäten durchklingen lassen.

Man werde das Thema bei der nächsten Landeshauptleute-Konferenz besprechen und den Bund "nachdrücklich" an das Regierungsziel erinnern, bis 2020 zwei Prozent des BIP für tertiäre Bildung aufzuwenden.

"Pacta sunt servanda", forderte Häupl die Einhaltung der entsprechenden Koalitionsvereinbarung. Die Bundeshauptstadt versuche schon jetzt, Forschung und Wissenschaft bestmöglich zu unterstützen - nicht nur politisch argumentativ, sondern beispielsweise auch in Form von Forschungsaufträgen. "Wir handeln hier nicht altruistisch", betonte Häupl vor Journalisten. Denn entsprechende Investitionen seien notwendig, um das Wohlstandsniveau auch künftig halten zu können.

Uni-Wien-Rektor Heinz Engl drängte bei dieser Gelegenheit heute einmal mehr darauf, die heimischen Hochschulen ausreichend zu dotieren. Die Wiener Alma Mater stehe im internationalen Vergleich gar nicht schlecht da. Allein um dieses Niveau halten zu können, bedürfe es aber großer Anstrengungen. Sollte sich die Bundesregierung an das Zwei-Prozent-Ziel bis 2020 halten, "hätten wir gar kein Problem". Die Universität Uppsala in Schweden habe mit 41.000 Studierenden ein Budget von 630 Mio. Euro, jene in Zürich bei 26.000 Studierenden gar über eine Mrd. Euro. Der Uni Wien stünden dagegen bei 92.000 Studierenden 530 Mio. Euro zur Verfügung, so Engl.

Michael Stampfer, Chef des Wiener Wissenschafts- und Technologiefonds (WWTF) und Mitinitiator der Petition "Wissenschaft ist Zukunft", bezeichnete die finanzielle Lage der Unis als "gefährdet und ausbaubar". Man müsse in Österreich daran arbeiten, nicht nur den Status quo zu retten, sondern auch den Abstand zu den "innovation leaders" wie Schweden, Dänemark oder Finnland zu verringern.