Erstellt am 03. September 2015, 11:37

Haider-Maurer mit US-Open-Abschneiden zufrieden. Erstrunden-Sieg über den Kanadier Vasek Pospisil, ein für ihn unvergesslicher Zweitrunden-Auftritt im Arthur-Ashe-Stadium gegen Novak Djokovic und 68.600 Dollar (60.950,69 Euro) Preisgeld.

 |  NOEN, APA (epa)

Andreas Haider-Maurer konnte nach der glatten 4:6,1:6,2:6-Niederlage gegen den Weltranglisten-Ersten schon auch positiv auf seinen New-York-Trip zurückblicken. Allerdings bereitet ihm sein angeschlagenes linkes Knie schon etwas Sorgen, schließlich hätte er gegen einen anderen Gegner auf einem vielleicht kleineren Court möglicherweise das Match gar nicht fertiggespielt. Und auch in Wimbledon hatte er wegen der Schmerzen im angeschlagenen Knie sogar aufgeben müssen.

"Ich habe schon gekämpft mit dem Knie die ganze Zeit, aber es ist egal, es ist so und so wenig zu holen", meinte er in Bezug auf die Überlegenheit von Djokovic. "Aber ich hätte im zweiten und dritten Satz besser ausgeschaut", resümierte Haider-Maurer, der schon den ganzen Tag und dann auch während des Matches Schmerztabletten eingenommen hatte.

Große Tennis-Bühne war "ein Traum"

Sein US-Open-Resümee: "Ich habe eine starke erste Runde gewonnen und auch jetzt von der Erfahrung her. Das hilft schon viel, wenn man wieder in so eine Situation kommt." Die große Bühne im größten Tennis-Stadion der Welt vor mehr als 23.000 Zuschauern sei ein Traum für ihn gewesen. "Wäre schön, wenn man da bald wieder spielen könnte. Man fühlt sich wie im Theater."

Die Knie-Probleme sollte er aber aufgrund des sehr intensiven Restprogramms nach seiner rund zweiwöchigen Hochzeitspause schnell lösen. "Ich muss es in den Griff bekommen. Auf Sand geht es viel besser. Da weiß ich, dass ich das Problem nie habe. Aber sobald ich auf Hartplatz gehe...", erklärte der Niederösterreicher.

Hochzeit auch Regenerationsphase

Zwar steht die Hochzeit mit seiner langjährigen Freundin Iris Khanna jetzt im Vordergrund. Aber er will die kurze Spielpause auch nützen, um fit zu werden. Denn nach der Vermählung stehen der Reihe nach die Turniere in St. Petersburg, in Asien in Shenzhen, Tokio und Shanghai sowie letztlich Wien auf dem Programm.

Eine Hochzeitsreise ist derzeit noch nicht geplant, verrät Haider-Maurer. Am liebsten würde er die Zeit wohl in Aldrans verbringen. In der neuen Wohnung oberhalb von Innsbruck, denn über mangelnde Reisetätigkeit kann sich ein Tennisprofi nicht beklagen. "Weit wegfliegen - ich weiß es nicht. Aber wir werden etwas Feines machen." Zeit dafür hat er ohnehin erst im November.