Erstellt am 25. Juli 2014, 13:55

von APA Red

Haifa-Paderborn jetzt in Leogang. Das Fußballspiel zwischen dem israelischen Club Maccabi Haifa und dem deutschen SC Paderborn findet doch statt. Neuer Austragungsort ist Leogang (Bezirk Zell am See) in Salzburg.

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Das teilte der Geschäftsführer der Veranstalterorganisation "SLFC Soccer Camps", Hannes Empl, der APA am Freitag mit.

Absage von Kirchbichl damit ausgemerzt

Das Match soll morgen, Samstag, um 17.00 Uhr beginnen. Der Vize-Bürgermeister von Kirchbichl in Tirol (Bezirk Kufstein) hatte den beiden Vereinen zuvor wegen "massiver Sicherheitsbedenken" eine Absage erteilt. "Wir sind eine 5.000 Seelen-Gemeinde und haben nicht einmal eine eigene Polizeiinspektion", so Ellinger.

Bei einem Spiel Haifas gegen den französischen Club OSC Lille am Mittwochabend kam es zu heftigen Ausschreitungen und Übergriffen auf israelische Spieler.

Der Konflikt im Gazastreifen hatte am Mittwoch im salzburgischen Bischofshofen zu Ausschreitungen beim Freundschaftsspiel zwischen dem französischen Oberhausclub OSC Lille und dem israelischen Verein Maccabi Haifa geführt. Das Spiel wurde in der 85. Minute beendet, nachdem Zuseher mit palästinensischen Flaggen auf das Feld gestürmt sind und israelische Spieler attackierten.

Verfassungsschutz ermittelt gegen 20 Personen

Nach dem Platzsturm laufen intensive Erhebungen der Polizei. "Das Landesamt für Verfassungsschutz ermittelt gegen rund 20 Personen, vorwiegend türkischstämmige junge Erwachsene aus dem Pongau", sagte Polizeisprecher Ortwin Lamprecht am Freitag.

"Wir müssen die Identität der noch unbekannten Täter ausfindig machen und den Verdächtigen die einzelnen Delikte zuordnen. Dann wird angezeigt." Parallel dazu laufen derzeit die Einvernahmen der Spieler und Trainer der israelischen Gastmannschaft. "Es geht auch darum, ihnen ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln."

Ermittelt wird momentan wegen einer Reihe von Delikten: Verdacht auf Verhetzung, Verdacht auf absichtlich schwere Körperverletzung, Verdacht der Nötigung und Störung der öffentlichen Ordnung. Der Vorfall hatte österreichweit für große Empörung gesorgt.