Erstellt am 09. August 2014, 16:43

von APA/Red

Hinterbliebene wollen nach Unfällen Geld von GM. Im Zusammenhang mit tödlichen Autounfällen wegen defekter Zündschlösser sind bei dem Entschädigungsfonds von General Motors innerhalb einer Woche 63 Anträge von Hinterbliebenen eingegangen.

Das sind fast fünf mal mehr als die 13 Todesfälle, die der US-Autokonzern eingeräumt hat. Die Rechtmäßigkeit der Anträge werde nun geprüft, sagte der Verwalter des Fonds, Kenneth Feinberg, am Freitag.

65 Entschädigungsanträge seien wegen Verletzungen gestellt worden, so der Staranwalt. Der Fonds nimmt seit dem 1. August und noch bis Ende des Jahres Anträge entgegen. Feinberg zufolge sollen die Familien von Todesopfern wahrscheinlich mindestens eine Million Dollar erhalten.

Der Zündschloss-Skandal ist besonders brisant, weil der Defekt im Konzern schon seit Jahren bekannt war, GM aber erst Anfang 2014 deswegen 2,6 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen hat. Bei den Wagen bestand die Gefahr, dass der Zündschlüssel unbeabsichtigt in die Aus-Position springt. Dadurch könnte während der Fahrt der Motor ausgehen und elektronische Systeme wie Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags abschalten. Wegen diverser Defekte hat GM in diesem Jahr insgesamt rund 30 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten beordert.