Erstellt am 12. August 2014, 08:48

Hollywoodstar Robin Williams ist tot. Der US-Hollywoodstar und Komiker Robin Williams ist tot. Der Oscar-Preisträger wurde am Montag (Ortszeit) leblos in seinem Haus in Tiburon bei San Francisco gefunden.

Vermutlich hatte sich der unter Depressionen leidende Schauspieler selbst das Leben genommen. Williams wurde 63 Jahre alt. "Heute früh habe ich meinen Ehemann und meinen besten Freund verloren und die Welt einen ihrer beliebtesten Schauspieler und liebenswürdigsten Menschen", schrieb Williams' Frau Susan Schneider in einer Erklärung. "Mein Herz ist völlig gebrochen." Im Namen der Familie bat sie um Zurückhaltung während der Trauerzeit.

"Ich hoffe, in den Erinnerungen wird nicht sein Tod vorherrschen, sondern die unzähligen Momente des Spaßes und des Lachens, das er Millionen gab", schrieb Schneider. Williams war mit der Grafikdesignerin seit Oktober 2011 verheiratet. Es war seine dritte Ehe. Aus zwei vorherigen Ehen hatte er drei Kinder, die bereits erwachsen sind.

Selbstmord durch Ersticken?

Die Polizei von Marin County in Kalifornien ging von einem Selbstmord durch Ersticken aus. Offenbar habe Williams sich das Leben genommen, erklärten die Ermittler am Montag (Ortszeit). Die Untersuchungen zu den Umständen von Williams' Tod seien demnach aber noch im Gange.

Seine Sprecherin bestätigte unterdessen Medienberichte wonach Williams unter Depressionen litt. "Robin Williams ist heute in der Früh gestorben. Er kämpfte in letzter Zeit gegen Depressionen", sagte Mara Buxbaum. Details wollte sie nicht nennen. "Das ist ein tragischer und plötzlicher Verlust", sagte Buxbaum. "Die Familie bittet mit allem Respekt um Privatsphäre, während sie in dieser sehr schwierigen Zeit trauert."

Der 63-Jährige hatte immer wieder Höhen und Tiefen in seiner Karriere. So war er bekennender Alkoholiker. Im Jahr 2006 erlitt er nach 20 Jahren Abstinenz einen Rückfall und begab sich in eine Entziehungskur.

Williams brachte Millionen zum Lachen

Williams war durch das Fernsehen bekannt geworden, das Kino machte ihn zu einem der beliebtesten Stars weltweit. Als "Mork vom Ork" hielt er sich nie an das Drehbuch und improvisierte immer neue Lacher, so dass ihm letztlich leere Zeilen im Drehbuch gelassen wurden. Als "Mrs. Doubtfire" brachte er Millionen zum Lachen, im "Club der toten Dichter" ebenso viele zum Nachdenken. Und manchmal, etwa in "Good Morning, Vietnam", gelang ihm beides gleichzeitig. Für seine Rolle in "Good Will Hunting" hatte er 1998 den Oscar bekommen. Sein letztes Projekt war die Fernsehserie "The Crazy Ones" von David E. Kelley ("Ally McBeal"). Im Mai wurde sie in den USA nach nur einer Staffel abgesetzt.

Für die Comedy-Fortsetzung "Nachts im Museum - Das geheimnisvolle Grabmal", die im Dezember starten soll, stand er noch bis vor kurzem vor der Kamera. Für die Animations- und Realfilmsequenzen vermischende britische Produktion "Absolutely anything" (noch ohne Kinostart) gab er als Synchronsprecher den Hund "Dennis", für die jüngst gedrehten "Merry Friggin' Christmas" und "The Angriest Man in Brooklyn" sind ebenso noch keine Kinostarts vorgesehen wie für das Homosexuellen-Drama "Boulevard", das im April beim Tribeca Filmfestival Premiere feierte.

US-Präsident Barack Obama würdigte den verstorbenen Schauspieler als "einmalig". Williams sei in seiner Karriere "ein Flieger, ein Arzt, ein Genie, ein Kindermädchen, ein Präsident, ein Professor, ein Peter Pan und alles dazwischen" gewesen, erklärte Obama am Montag. "Aber er war einmalig."