Erstellt am 13. Mai 2014, 09:44

Homosexualität: SPÖ macht Druck. Die SPÖ macht nun in Sachen Homosexuellen-Rechten Druck. Bis zum Sommer sollten die Gespräche soweit sein, "dass wir in die Legistik gehen können", sagte SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder.

Damit thematisiert er das Adoptionsrecht für Gleichgeschlechtliche, das Recht auf künstliche Befruchtung sowie eine komplette Gleichstellung im Eherecht. Für die ÖVP ist dieser Fahrplan wenig realistisch.

Sieg von Conchita Wurst als Anstoß

Schieder verwies Dienstag vor der Ministerratssitzung im Parlament auch auf den Sieg von Conchita Wurst beim Songcontest - die Diskussion über Homosexuellen-Rechte sei auch dank diesem Sieg möglich. Das Adoptionsrecht für Homosexuelle sei "überfällig", so der Klubchef. Auch die künstliche Befruchtung für homosexuelle Frauen, die derzeit "nur illegal oder im Ausland" möglich sei, müsse erlaubt werden. Die Verpartnerung Gleichgeschlechtlicher müsse der Ehe gleichgestellt werden.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) winkte ab: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bis zum Sommer alles geklärt ist", so die Ressortchefin. Sie verwies aber darauf, dass die Diskussion eingeleitet sei. Ihre Meinung zum Adoptionsrecht sei jedenfalls "ein ganz klares Nein". Zur Gleichstellung mit der Ehe sagte Mikl-Leitner: "Ich glaube, wir haben mit der Verpartnerung einen guten Schritt gesetzt."