Erstellt am 16. Oktober 2014, 10:20

Hunderte IS-Kämpfer bei Luftangriffen getötet. Bei Luftangriffen der von den USA angeführten Koalition auf die syrische Kurdenstadt Kobane sind nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums "einige hundert" Kämpfer der Jihadistengruppe Islamistischer Staat (IS) getötet worden.

Dennoch bestehe weiterhin die Gefahr, dass die Extremisten die Stadt an der türkischen Grenze noch erobern, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby am Mittwoch.

Ein Kurdenvertreter bestätigte einen Teilrückzug der Jihadisten aus Kobane. Die US-geführte internationale Koalition habe den IS "in den vergangenen Tagen effektiver bekämpft", so der Kurdensprecher Idriss Nassen. Die Extremisten kontrollierten inzwischen nur noch "weniger als 20 Prozent" der Kurdenstadt direkt an der türkischen Grenze. Die kurdischen Kämpfer würden die IS-Milizionäre aus den östlichen und südöstlichen Stadtteilen "fortspülen", sagte Nassen weiter. Zugleich forderte er mehr Militärhilfe von der Staatengemeinschaft.

Die Strategie der "Operation Inherent Resolve" (etwa: Operation natürliche Entschlossenheit), wie das Pentagon die Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien fortan nennt, beschränkt sich Pentagon-Sprecher Kirby zufolge nicht auf Kobane. Es müsse damit gerechnet werden, dass die IS-Kämpfer andere Städte, Dörfer und Gebiete einnähmen.

Im benachbarten Irak, wo die Organisation Islamischer Staat größere Gebiete kontrolliert, bedrohen die Jihadisten die Hauptstadt Bagdad. Kirby sagte allerdings, nach Ansicht des Pentagons sei die Sicherheit der Stadt "derzeit nicht unmittelbar bedroht". Der Koordinator der von den USA angeführten Koalition, der US-General im Ruhestand John Allen, sprach unterdessen von einem "beträchtlichen Geländegewinn der IS-Miliz im Irak. Bei den Luftangriffen auf die IS-Hochburgen im Irak und in Syrien gebe es allerdings "weder Sieger noch Besiegte", sagte Allen in Washington.