Erstellt am 11. Juni 2016, 15:51

von APA Red

Identitäre marschieren - Gegen-Demo eskalierte. In Wien sind am Samstag die rechtsextremen Identitären wieder auf die Straße gegangen. Rund 800 Menschen nahmen teil, sie hatten zuvor bereits flüchtlingsfeindliche Parolen skandiert.

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 Die Gegendemonstration gegen den rechtsradikalen Aufmarsch wurde indes von Gewalt überschattet: Weil Demonstranten den Zug der "Identitären" blockieren wollten, musste laut Polizei Pfefferspray eingesetzt werden. 

Es kam auch zu Festnahmen. Deren Anzahl war vorerst unklar. Die Rechtsradikalen gingen gegen 15.30 Uhr den Neubaugürtel in Richtung Westbahnhof entlang. Dabei wurden sie immer wieder von Gegendemonstranten mit Plastikflaschen und Wasserbomben beworfen. Mehrmals explodierten auch Knallkörper. Wie hoch die Zahl der Gegendemonstranten war, konnte Sprecher Thomas Keiblinger nicht sagen. "So lange es so brenzlig ist, ist eine Abschätzung nicht möglich." Im Einsatz sind rund 1.000 Polizisten.

Die bis zu 800 Identitären hatten sich zuvor im Märzpark versammelt. Gleich zu Beginn traf der rechtsradikale Demozug auf Gegendemonstranten und musste daher von der ursprünglich geplanten Route abweichen. Linksradikale Aktivisten hatten offenbar mit Erfolg versucht, die Polizeiabsperrungen zu umgehen.