Erstellt am 11. Juni 2014, 14:38

Immobilien in Österreichs Hauptstädten verteuert. Die Immobilienpreise in den österreichischen Landeshauptstädten und Wien haben 2013/14 weiter zugelegt.

Besonders deutlich hätten sich gebrauchte Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser verteuert, teilte der Geschäftsführer von Immobilien.net, Patrick Schenner, am Mittwoch mit. Am teuersten sind Salzburg, Innsbruck und Wien, am günstigsten ist St. Pölten.

In Salzburg erhöhten sich die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen zwischen 1. April 2013 und 31. März 2014 gegenüber der Vergleichsperiode 2012/13 um 5,5 Prozent auf durchschnittlich 3.500 Euro pro Quadratmeter. In Innsbruck verteuerten sie sich um 1,9 Prozent auf 3.360 und in Wien um 4,7 Prozent auf 3.216 Euro.

Den stärksten Zuwachs in diesem Segment wies Linz mit einem Anstieg von 9,8 Prozent auf 2.500 Euro und Bregenz mit plus 7,3 Prozent auf 2.033 Euro aus. Kaum bewegt hat sich der Gebrauchtwohnungsmarkt in Klagenfurt mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 2.071 Euro (plus 0,3 Prozent), in Eisenstadt mit 1.482 Euro (plus 0,2 Prozent) und St. Pölten mit unverändert 1.225 Euro.

"Die Nachfrage nach urbanem Wohnraum ist weiter ungebrochen - vor allem in den Landeshauptstädten der wirtschaftlich florierenden Bundesländer Oberösterreich und Salzburg steigen die Preise", berichtete Schenner. Gute Ausbildungsmöglichkeiten und ein größeres Angebot, auch an höherqualifizierten Jobs, zögen viele Menschen an. Gleichzeitig hinke der Wohnbau hinter der Zuwanderung her, was zu steigenden Preisen, vor allem bei Eigentum, führe.

Massiv verteuerten sich neuwertige Eigentumswohnungen im Untersuchungszeitraum eigentlich nur in Eisenstadt mit einem Plus von 6,2 Prozent auf 1.419 Euro - allerdings von einem sehr niedrigen Niveau aus. Am billigsten in diesem Bereich war aber St. Pölten mit einem Quadratmeterpreis von unverändert 1.371 Euro. Die teuersten neuen Wohnungen gab es in Wien mit im Schnitt 3.978 Euro (plus 3,5 Prozent), Salzburg mit 3.928 Euro (plus 1,9 Prozent) und Innsbruck mit 3.748 Euro (plus 0,8 Prozent).

In einigen anderen Landeshauptstädten hingegen wurden die neuen Eigentumswohnungen sogar zum Teil deutlich billiger - vor allem in Bregenz mit einem Quadratmeterpreis von 2.885 Euro (minus 6,9 Prozent) und Linz mit 3.259 Euro (minus 4,1 Prozent)

"Die hohen Preise der neuwertigen Objekte scheinen eine Verschiebung in der Nachfrage hin zu gebrauchten Eigentumswohnungen bewirkt zu haben", erklärte Schenner das Phänomen.

Die Häuser in den Landeshauptstädten wurden in den vergangenen zwölf Monaten zum Teil empfindlich teurer. In St. Pölten stiegen die Preise für gebrauchte Einfamilienhäuser um 8 Prozent auf 1.569 Euro pro Quadratmeter, in Graz legten sie um 7,8 Prozent auf im Schnitt 2.898 Euro zu. Zu einem erheblichen Preisanstieg kam es auch in Salzburg und in Bregenz mit einem Plus von jeweils 6,3 Prozent auf 4.342 bzw. 2.432 Euro. Linz verteuerte sich hier um 4,4 Prozent auf 2.436 Euro.

Billiger wurden die gebrauchten Häuser nur in der nach wie vor teuersten Landeshauptstadt Innsbruck - mit einem Preisrückgang von 6,5 Prozent auf 6.182 Euro pro Quadratmeter; in Eisenstadt sanken die Häuserpreise um 7,8 Prozent auf 1.639 Euro - vor allem wegen des guten Angebots im nahen Umland, heißt es beim Immobilienanbieter Immobilien.net. In Innsbruck wiederum scheine "eine Preisobergrenze erreicht zu sein".

Die Mieten zogen nicht mit den Kaufpreisanstiegen mit. Bei gebrauchten Wohnungen beobachtete die Immobilienplattform hier eine Entwicklung mit stabilen bis sogar leicht rückläufigen Preisen. Am teuersten waren die Mieten in Innsbruck mit 11,7 Euro pro Quadratmeter (minus 0,8 Prozent), Salzburg mit 10,6 Euro (plus 0,8 Prozent) und Wien mit 9,6 Euro (plus 1,5 Prozent). Am billigsten war das Wohnen in St. Pölten mit 6,6 Euro (minus 2,8 Prozent) und Klagenfurt mit 6,5 Euro (plus 0,4 Prozent).

Auch für neue Mietwohnungen am meisten bezahlt werden musste in Innsbruck (12,4 Euro bzw. plus 2,1 Prozent), Salzburg (11,7 Euro bzw. plus 1,3 Prozent), Bregenz (10,6 Euro bzw. plus 4,4 Prozent) und Wien (unverändert 10,4 Euro). Das Schlusslicht in diesem Segment bildeten Klagenfurt mit 7,3 Euro (plus 2,9 Prozent) und St. Pölten mit 7,1 Euro (minus 1,1 Prozent).