Erstellt am 04. September 2016, 13:31

ÖFB-Team kämpft um erfolgreichen WM-Quali-Start. Österreichs Fußball-Nationalmannschaft kämpft am Montag (18.00 Uhr/live ORF eins) in Tiflis um einen erfolgreichen Start in die WM-Qualifikation. Mit einem Auswärtssieg gegen Georgien soll die Basis für eine Teilnahme an der Endrunde 2018 in Russland gelegt werden, allerdings ist die ÖFB-Auswahl vor der Nummer 118 der Weltrangliste gewarnt.

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In der vergangenen EM-Qualifikation setzte sich Deutschland zweimal nur mit Mühe gegen die Georgier durch, zuletzt gelang der Mannschaft von Teamchef Vladimir Weiss im Juni sogar ein 1:0 in einem Testmatch in Spanien. Deshalb erwartet Coach Marcel Koller einen auf Sieg spielenden Gegner. "Die Georgier haben genügend Selbstvertrauen, dass sie mit den Fans im Rücken versuchen werden, nach vorne zu spielen. Sie haben aber auch gegen Spanien gezeigt, wie gut sie defensiv stehen können."

Dass sich die Georgier gute Chancen auf drei Punkte ausrechnen, lässt Koller aber relativ kalt. "Es spielt keine Rolle, wer Favorit ist. Wenn sie die Favoritenrolle übernehmen wollen, können sie das gerne tun."

Lieber beschäftigt sich Koller mit der eigenen Mannschaft, die sich nach seinen Angaben in den vergangenen Tagen in blendender Verfassung präsentierte. Alle Spieler seien "mit viel Freude und Euphorie" zum Nationalteam gekommen und "sehr fokussiert. Sie haben das Fußballspielen nicht verlernt, jetzt müssen wir das auch auf den Platz bringen", forderte der 55-Jährige.

Außerdem stellte Koller fest, dass die Auswahl "wieder enger zusammengerückt" sei. Zuletzt habe sich "vielleicht eine gewisse Genügsamkeit" eingeschlichen, damit sei es nun aber vorbei. "Es ist wieder mehr Zug dahinter", betonte der Teamchef und ergänzte: "Jedem ist bewusst, es beginnt eine neue Ära. Wir möchten in Russland dabei sein."

Dazu müssen David Alaba und Co. entweder die Gruppe mit den weiteren Gegnern Wales, Irland, Serbien und Moldau gewinnen oder als einer der acht besten von neun Gruppenzweiten den Umweg über das Play-off nehmen. Mit Auftritten wie bei der EM in Frankreich wird das jedoch nicht gelingen, wie auch Koller weiß. "Unser Ziel ist es, wieder dorthin zu kommen, dass wir unsere alten Stärken abrufen können", meinte der Nationaltrainer.

Dieser Ansicht schloss sich Julian Baumgartlinger an. "Wir wollen wieder unser Gesicht von der EM-Quali zeigen", versprach der Neo-Kapitän und berichtete von einer großen Vorfreude innerhalb der Mannschaft. "Das ist ein Reset für uns. Wir sind alle mit hoher emotionaler und mentaler Intensität zum Team gekommen und bereit für neue Aufgaben."

Die Georgier bezeichnete Baumgartlinger als "kompakten und unangenehmen Gegner, der zuletzt mit guten Leistungen und Ergebnissen aufgezeigt hat. Wir müssen in der Offensive und Defensive konzentriert sein", erklärte der Leverkusen-Profi.

Für Baumgartlinger bedeutet das Gastspiel in der Boris Paichadze Dinamo Arena seine Premiere als Kapitän. Das neue Amt beschäftigte den 28-Jährigen aber schon in den vergangenen Tagen, und das nicht nur, weil er als Einstand in Wien ein Mannschaftsessen spendierte. Der Mittelfeldspieler war zuletzt bemüht, die Kommunikation innerhalb der Truppe weiter zu verbessern. "Doch es ist auch wichtig, nicht aus reinem Aktionismus alles anders zu machen", betonte der Nachfolger von Christian Fuchs.

Nicht nur wegen seiner Rolle als Spielführer gilt Baumgartlinger im zentralen Mittelfeld als gesetzt. Fraglich ist hingegen, wer am rechten Flügel aufgeboten wird: Anwärter auf diese Position sind Martin Harnik, Marcel Sabitzer, Alessandro Schöpf oder Louis Schaub.