Erstellt am 10. März 2015, 11:23

von APA/Red

Ruby-Prozess beginnt mit viel Medienrummel. Dutzende Medienvertreter haben sich am Dienstagvormittag vor dem Sitz von Italiens höchstem Gericht in Rom versammelt.

Hier wird im Laufe des Tages in dritter Instanz der sogenannte Fall Ruby überprüft, bei dem der ehemalige Ministerpräsident Silvio Berlusconi auf der Angeklagtenbank sitzt. Berlusconi werden Sex mit einer minderjährigen Prostituierten und Amtsmissbrauch vorgeworfen.

Ex-Premier war zweitinstanzlich freigesprochen worden

Der Ex-Premier war zweitinstanzlich im vergangenen Jahr freigesprochen worden, dagegen hatte die Mailänder Staatsanwaltschaft Einspruch erhoben. In erster Instanz war Berlusconi 2013 zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das Kassationsgericht in Rom prüft nun die Urteile der Unterinstanzen auf etwaige Rechtsfehler. Liegen solche vor, werden die entsprechenden Urteile "kassiert".

Das Verfahren würde dann zur Neuverhandlung an das Gericht erster oder zweiter Instanz zurückverwiesen - je nachdem, welches Urteil aufgehoben wurde. Nicht ausgeschlossen wird daher, dass der Ruby-Prozess neu beginnen könnte, sollten die Kassationsrichter Rechtsfehler feststellen. Mit einem Urteil ist am Dienstagabend oder am Mittwoch zu rechnen.