Erstellt am 01. Oktober 2016, 17:26

von APA Red

Sobotka nun doch gegen Zuverdienst für Asylwerber. Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) spricht sich nun doch gegen die von den Ländern vorgeschlagene Zuverdienstmöglichkeit für Asylwerber aus.

Nach Nachdenkpause: Innenminister Sobotka änderte seine Meinung  |  APA

Die Flüchtlingsreferenten der Länder hatten am Mittwoch vorgeschlagen, durch gemeinnützige Arbeit einen Zuverdienst von bis zu 200 Euro (fünf Euro pro Stunde) zuzulassen. In der Tageszeitung "Österreich" lehnt Sobotka den Vorschlag nun ab.

Am Mittwoch hatte der Minister bei der Konferenz der Flüchtlingsreferenten in Graz den Vorschlag noch unterstützt. "Nach Abwägen aller Vor- und Nachteile" deponiert er nun sein Veto und meint, dass fünf Euro pro Stunde zu viel wären: "In Afghanistan verdient ein Polizist mit allen Zulagen rund 50 Cent pro Stunde. Da bekommen die von den Flüchtlingsreferenten geforderten fünf Euro pro Stunde ein ganz anderes Gewicht." ÖVP-Sozialsprecher August Wöginger solle ein praxistaugliches Konzept erstellen.