Erstellt am 15. Februar 2015, 17:30

Iraschko-Stolz siegte in Ljubno ex aequo mit Takanashi. Daniela Iraschko-Stolz hat beste Chancen, am 13. März in Oslo erstmals die Trophäe der Weltcup-Gesamtsiegerin zu erobern.

Bei der Generalprobe für die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften feierte die 31-Jährige am Sonntag in Ljubno (Slowenien) ex aequo mit ihrer schärfsten Verfolgerin Sara Takanashi den fünften Saisonsieg und behielt somit ihre 89 Punkte Vorsprung auf die Japanerin.

Ljubno zählt keineswegs zu den Lieblingsschanzen von Iraschko-Stolz. Dennoch schaffte es die gebürtige Steirerin, sich perfekt einzustellen. Nach dem zweiten Platz am Samstag kam sie am Sonntag zu ihrem zehnten Weltcupsieg (88/87,5 m), den sie mit Takanashi (88,5/89,5) teilte. Die Pokalverteidigerin schloss im Finale zur Halbzeit-Spitzenreiterin Iraschko-Stolz auf und stand zum 29. Mal ganz oben auf dem Podest. Weltmeisterin Sarah Hendrickson (USA) belegte wie am Vortag den dritten Platz (89/88 m).

Iraschko-Stolz voller Selbstvertrauen

Ex-Weltmeisterin Iraschko-Stolz reist damit am Montag mit großem Selbstvertrauen nach Falun (Schweden), wo am Donnerstag die Qualifikation und am Freitag (20.2.) die Entscheidung auf der Normalschanze anstehen. Am Sonntag folgt für zwei Damen und zwei Herren der Mixed-Teambewerb.

In Slowenien veränderten sich auch die Platzierungen der übrigen ÖSV-WM-Teilnehmerinnen gegenüber dem Vortag kaum. Eva Pinkelnig, am Samstag Fünfte, klassierte sich an der neunten Stelle, Chiara Hölzl und Jacqueline Seifriedsberger belegten neuerlich die Ränge 11 bzw. 14.

Iraschko-Stolz freute sich über den "ziemlich coolen Wettkampf, wir waren alle so eng beieinander". Iraschko-Stolz hätte am Sonntag schon Weltcup-Gesamtsiegerin werden können, hatte ex aequo-Siegerin Takanashi nur einen Zehntelpunkt weniger gemacht. So wird die Entscheidung eben erst am Freitag, dem 13. März, in Oslo fallen.

"Für Ljubno ist das ein wirklich gutes Resultat für mich mit den Rängen zwei und eins. Es schaut gut für die Weltmeisterschaft aus und ich bin wirklich glücklich", sagte Iraschko-Stolz, die sich aber nicht unter Druck setzt. "Ich erwarte nichts von Falun, ich kenne die neue Schanze nicht. Ich bin in guter Form und ich war diese Saison wirklich konstant", meinte die 31-Jährige.