Erstellt am 24. Mai 2015, 13:58

IS tötete über 400 Menschen im syrischen Palmyra. Die Extremistenmiliz IS hat in der syrischen Stadt Palmyra nach Darstellung des staatlichen Fernsehens mindestens 400 Menschen getötet.

IS richtete in Palmyra ein Massaker an  |  NOEN, APA (epa)

Die meisten der Opfer in der am Mittwoch vom IS eroberten Weltkulturerbestadt seien Frauen und Kinder, hieß es am Sonntag unter Berufung auf Einwohner. Vertreter der Opposition erklärten, Hunderte Leichen lägen in den Straßen.

Bei ihnen handle es sich mutmaßlich um Anhänger der Regierung von Präsident Bashar al-Assad. In Syrien herrscht seit vier Jahren Bürgerkrieg. Der sunnitische IS war zuletzt wieder auf dem Vormarsch und kontrolliert nun nach Erkenntnissen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte die Hälfte des Landes.

Der IS eroberte am Sonntag auch einen Grenzposten an der syrisch-irakischen Grenze. Die irakischen Regierungstruppen und Grenzschützer hätten den Posten al-Walid aufgegeben, sagten ein Polizeibeamter und ein Vertreter der Regionalbehörden. Bereits am Freitag hatten IS-Kämpfer den Posten auf syrischer Seite erobert.

Unterdessen erzielten die irakischen Sicherheitskräfte im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat nahe der Stadt Ramadi nach eigenen Angaben Erfolge. Ein Polizeimajor und ein regierungstreuer Stammesvertreter sagten am Sonntag, sie hätten die Stadt Husaybah Al-Sharkiya rund zehn Kilometer östlich von Ramadi wieder eingenommen. Dabei hätten ihnen schiitische Milizionäre geholfen.

IS-Kämpfer hatten Ramadi vor wenigen Tagen erobert. Die Einnahme der strategisch wichtigen Stadt war die größte militärische Niederlage irakischer Truppen seit rund einem Jahr.